100 Jahre bauen für den Kanton  

 
Am 31. Mai 1907 beriet der Grosse Rat über einen Antrag des Kleinen Rates (heute Regierung), für die Besorgung des kantonalen Hochbaudienstes einen Kantonsbau-meister anzustellen. Wenn man die damalige Stellenbeschreibung liest, findet man ei-gentlich keine grossen Unterschiede zur heutigen Aufgabenstellung. So hiess es z.B. "Der Kantonsbaumeister führt die Aufsicht über die durch den Kanton oder von den Gemeinden mit Beitragsleistung des Kantons auszuführenden Hochbauten. Er wacht darüber, dass dieselben kunstgerecht, solide, den Vorschriften gemäss und innerhalb der bewilligten Kostensumme ausgeführt werden....". Im Weiteren war er verantwortlich für den sparsamen, termingerechten und zweckmässigen Unterhalt der Staatsgebäude. Ebenfalls zuständig war er für das Mobiliar, die Hauswartung, Heizer und Gärtner.

Mit Beschluss des Kleinen Rates vom 15. November 1912 wurde das erste Dienst-Reglement für die neu geschaffene Stelle des Kantonsbaumeisters erlassen. In Art. 1 hiess es: "Der Kantonsbaumeister untersteht dem Bau- und Forstdepartement. Er erhält seine Aufträge durch die für die jeweiligen Geschäfte zuständigen Regierungsdepartmente. Sein Büro bildet einen Teil des kantonalen Bauamtes un-ter der Bezeichnung "Kanatonsbaumeisterarmt".

Über die Jahre wurde der Aufgabenbereich laufend den Erfordernissen angepasst und erweitert. Heute ist das Hochbauamt zuständig für das gesamte Immobilienmanagement des Kantons. Die Geschichte des Hochbauamtes spiegelt das Wirken des Kantons und damit auch die öffentliche Baukultur der letzten hundert Jahre.