Der Kanton Graubünden ist ein klassischer Gebirgskanton. Allein die unproduktiven Gebiete, Gebüsch und Wald bedecken 2/3 der Oberfläche, der Rest ist landwirtschaftlich genutztes und besiedeltes Land. Die Alpweiden machen 70 % davon aus, bezogen auf den Kanton sind es gut 20 % der Oberfläche.
Im ganzen Kanton Graubünden waren im Jahr 2005 beim ALG 771 Alpbetriebe gemeldet. Die grosse Mehrheit (60 %) der Alpen ist im Besitz von Gemeinden. Etwa 20 % gehören Korporationen und rund 15 % sind im Privatbesitz. Die restlichen sind im gemischten Eigentum von Gemeinden und Privaten.
Im Sommer verbringen etwas mehr als 100‘000 Tiere auf den Bündner Alpen. Die wichtigste Tierart für die Alpung bildet das Rindvieh mit 84 % der GVE. Die 15‘000 Milch- und Galtkühe machen 173 der gealpten GVE aus, ein weiteres Drittel ist Jungvieh und 1/6 sind Mutterkühe. Auch Mutterschafe haben ein Gewicht von fast 1/6, konzentrieren sich jedoch auf wenige Regionen. Dagegen haben Milchschafe und Milchziegen oder Pferde je nur gut 1-2 % Anteil an den gealpten GVE.
Auf den Bündner Alpen werden gut 11 Mio. kg Milch produziert. Der grösste Teil wird vor Ort zu Alpkäse verarbeitet.