Ökologischer Ausgleich im Landwirtschaftsgebiet   

Die Landwirtschaft nimmt heute neben der Produktion von Nahrungsmitteln auch Aufgaben in der Erhaltung und Pflege von ökologisch bedeutenden Lebensräumen wahr. Mit dem ökologischen Ausgleich soll der Lebensraum für die vielfältigen einheimischen Tier- und Pflanzenarten im Landwirtschaftsgebiet erhalten bleiben und wo möglich verbessert werden.

 

Elemente des ökologischen Ausgleichs:

  • Extensiv genutzte Wiesen
  • Wenig intensiv genutzt Wiesen
  • Streuflächen
  • Hecken, Feld- und Ufergehölze
  • Buntbrachen
  • Rotationsbrachen
  • Ackerschonstreifen
  • Saum auf Ackerland
  • Hochstamm-Feldobstbäume

 

Für diese ökologischen Ausgleichsflächen werden sogenannte Ökobeiträge an die Landwirte ausbezahlt. Die dazugehörende rechtliche Grundlage ist die Direktzahlungsverordnung (DZV). Für die Umsetzung der DZV ist das Amt für Landwirtschaft und Geoinformation (ALG) zuständig.  

Der Anteil der ökologischen Ausgleichsflächen ist gemessen an der landwirtschaftlichen Nutzfläche zwar gestiegen, aber die gewünschte ökologische Wirkung ist im erhofften Ausmass nicht eingetreten. Die Flächen sind oft artenarm, isoliert und klein, weil sie hauptsächlich nach betriebswirtschaftlichen und nicht nach ökologischen Kriterien festgelegt wurden.

 

Deshalb wurde auf den 1. Mai 2001 die Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) in Kraft gesetzt. Das Ziel der Öko-Qualitätsverordnung ist, mit finanziellen Anreizen die biologische Qualität und die Vernetzung von ökologischen Ausgleichsflächen zu fördern. Mit diesem Ziel kann die natürliche Artenvielfalt im Landwirtschaftsgebiet erhalten und unterstützt werden. Für die Umsetzung der ÖQV ist im Kanton Graubünden das Amt für Natur und Umwelt zuständig.

 

Für ökologische Ausgleichsflächen werden Beiträge für die biologische Qualität ausbezahlt, wenn diese die Anforderungen des Kantons erfüllen. Eine dieser Anforderung ist das Vorkommen von bestimmten Zeigerpflanzenarten, diese zeigen an, ob es sich beispielsweise um eine Trockenwiese, Blumenwiese, Qualitätswiese oder um ein Flachmoor handelt. Um für ökologische Ausgleichsflächen die Beiträge für die Vernetzung auszulösen, muss in der Region oder in der Gemeinde ein Vernetzungsprojekt durchgeführt werden.

 

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