Gebäudesanierungen und Haustechnik

Das Gebäudeprogramm ist das Förderinstrument von Bund und Kantonen 


Der schweizweit einheitliche Teil A unterstützt energetische Erneuerungen der Gebäudehülle, d.h. besser isolierte Dächer, Wände, Böden, Decken und Fenster.

Teil B umfasst je nach Kanton unterschiedliche Programme zur Förderung erneuerbarer Energien, der Abwärmenutzung und der Optimierung der Gebäudetechnik.

Teil A, energetische Erneuerungen der Gebäudehülle


Gesuchsteller, welche eine Teil- oder Gesamtsanierung der Gebäudehülle (Fassade, Fenster, Dach/Estrichboden) realisieren, profitieren vom nationalen Gebäudeprogramm.

Wegleitung und Gesuchsformulare finden Sie im unten aufgeführten Link.

Beitragsgesuche sind an das Amt für Energie und Verkehr einzureichen.
 
 

100 % Bonus bei Gesamtsanierung in Graubünden

Der Kanton Graubünden kann einen Bonus von 100 %, bezogen auf die Fördersumme des nationalen Gebäudeprogramms gewähren. Voraussetzung ist, dass sämtliche Hauptflächen (Fassade, Fenster, Dach/Estrichboden) gleichzeitig saniert werden.

Wegleitung und Gesuchsformulare für die Gebäudehülle finden Sie im unten aufgeführten Link.

Wegleitung und Gesuchsformulare für den Gesamtsanierungsbonus finden Sie unter "Dokumente".

Beide Gesuche sind dem Amt für Energie und Verkehr einzureichen.

Teil B, Förderung erneuerbarer Energien, der Abwärmenutzung und der Optimierung der Gebäudetechnik

Werden in bestehenden Bauten Anlagen zur Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Energieträgern installiert oder Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz getroffen, kann sich der Kanton an den Kosten beteiligen.

Haustechnische Anlagen gelten im Sinne des Gesetzes als bestehend, wenn sie vor mehr als 5 Jahren installiert worden sind. Anlagen in Neubauten sind demzufolge nicht beitragsberechtigt.

Für Holz-, Wärmepumpenheizungen, Wärmeverbünde, Anschlüsse an Fernwärmenetze sowie Komfortlüftungsanlagen können Beiträge unter der Voraussetzung ausgerichtet werden, dass zwei der drei Hauptflächen der Gebäudehülle nachfolgende Anforderungen erfüllen: 

Dach/Estrichboden    U-Wert ≤ 0.30 W/m2K 
Wände gegen Aussen  U-Wert ≤ 0.30 W/m2K
Fenster  U-WertGlas ≤ 1.20 W/m2K

Die Anforderungen an die Gebäudehülle müssen bereits erfüllt sein oder zusammen mit den geplanten haustechnischen Anlagen realisiert werden.
 
Bei Wärmeerzeugungsanlagen ist nur das Hauptheizsystem beitragsberechtigt. Die Heizleistung muss mindestens zu 75 Prozent mit erneuerbarer Energie erbracht werden.

Für Solaranlagen, für Wärmepumpen-Boiler und für Wärmeverbünde kann der Kanton Graubünden Förderbeiträge unabhängig von der energetischen Qualität des betroffenen Gebäudes gewähren.

Wegleitung und Gesuchsformulare für den Gesamtsanierungsbonus mit haustechnischen Anlagen finden Sie unter "Dokumente".

Gesuche sind dem Amt für Energie und Verkehr einzureichen.

 
Beitragsgesuche sind rechtzeitig vor Baubeginn den zuständigen Stellen einzureichen.
Art. 28 des Energiegesetzes des Kantons Graubünden (BEG) lautet:
Beginnt ein Gesuchsteller mit der Ausführung des Vorhabens oder tätigt er Anschaffungen vor der Beitragszusicherung, so werden ihm keine Beiträge gewährt, es sei denn, dass ihm der vorzeitige Baubeginn bewilligt wurde. Die vorzeitige Bewilligung verleiht keinen Anspruch auf eine Beitragsgewährung. 

Erzielt eine vom Kanton finanziell geförderte Massnahme eine Wirkung in Form einer CO2-Einsparung, so beansprucht der Kanton diese CO2-Wirkung für die Abrechnung der Globalbeiträge gegenüber dem Bund. Die CO2-Wirkung kann nicht aufgeteilt oder anderen Organisationen abgetreten werden (siehe Art. 45a Energieverordnung des Kantons Graubünden [BEV]). Demzufolge sind von der CO2-Abgabe befreite Unternehmen nicht förderberechtigt, sofern die Massnahme globalbeitragsberechtigt ist.