Häufigste Fragen (FAQ)

  1. Muss für einen Stellenwechsel ein Gesuch eingereicht werden?
  2. Wann darf die Stelle angetreten werden?
  3. Bis zu welchem Alter ist ein Familiennachzug möglich?
  4. Ist Teilzeitarbeit möglich?
  5. Wird eine Daueraufenthaltsbewilligung für ein befristetes Arbeitsverhältnis von zwei Jahren auch für 5 Jahre erteilt?
  6. Wie ist der Krankenversicherungsschutz geregelt, wenn ein Kurzaufenthalter seine Familie mitnimmt?
  7. Ist es möglich für Staatsangehörige aus einem Nicht-EG/EFTA-Staat eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen?
  8. Für welche Arbeitnehmer kann das Meldeverfahren angewandt werden?
  9. Wann kommt die 8-Tage-Regelung zum Zuge?

 

1. Muss für einen Stellenwechsel EG/EFTA ein Gesuch eingereicht werden?
Nein, es gilt die berufliche Mobilität. Nur Grenzgänger müssen ein Gesuch einreichen, da der Arbeitgeber im Ausländerausweis ersichtlich ist.


2. Wann darf die Stelle angetreten werden?
EG/EFTA-Staatsangehörige dürfen bereits nach der Anmeldung auf der Gemeinde die Stelle antreten. Die Ausstellung des Ausweises muss nicht abgewartet werden. Ein Stellenantritt vor der Anmeldung auf der Gemeinde wird strafrechtlich verfolgt.

Ausländer, die unter das Meldeverfahren fallen (Anwesenheit zur Erwerbstätigkeit unter 90 Tage pro Kalenderjahr) können die Stelle erst antreten, wenn sie beim KIGA/SECO gemeldet sind.

Auf der Homepage des SEM stehen Ihnen drei verschiedene Meldeformulare zur Verfügung.

Das Meldeformular kann direkt ausgefüllt werden und dem KIGA, Grabenstrasse 8, 7000 Chur (Fax 081 257 21 73), zugestellt werden. Eine unterschriebene Arbeitgeberbestätigung ist ebenfalls beizulegen.

Möchten Sie mehrmals im Jahr vom Meldeverfahren Gebrauch machen, kann die Meldung im Online-Verfahren durchgeführt werden. Dazu ist eine Registrierung notwendig, die Sie ebenfalls auf der Homepage des SEM vornehmen können.


3. Bis zu welchem Alter ist ein Familiennachzug möglich?

Gemäss Freizügigkeitsabkommen ist ein Familiennachzug von Kindern grundsätzlich bis zu einem Alter von 21 Jahren möglich. Älteren Kindern und Verwandten in aufsteigender Linie (Eltern/Grosseltern) wird im Rahmen des Familiennachzuges eine Bewilligung erteilt, wenn ihnen Unterhalt gewährt wird bzw. wurde.


4. Ist Teilzeitarbeit möglich?

Für die Bewilligungserteilung ist eine Unterscheidung zwischen Teilzeitarbeit und Vollzeitarbeit nicht massgebend. Entscheidend ist einzig, dass der orts- und branchenübliche Mindestlohn erzielt wird.


5. Wird eine EG/EFTA-Daueraufenthaltsbewilligung für ein befristetes Arbeitsverhältnis von zwei Jahren auch für fünf Jahre erteilt?
Für ein unterjähriges Arbeitsverhältnis wird eine Kurzaufenthaltsbewilligung für die Dauer der vorgesehenen Beschäftigung erteilt. Sobald ein überjähriges Arbeitsverhältnis geplant ist, wird automatisch eine Daueraufenthaltsbewilligung für fünf Jahre erteilt.


6. Wie ist der Krankenversicherungsschutz geregelt, wenn ein Kurzaufenthalter seine Familie mitnimmt?
Alle Personen unterliegen dem Krankenversicherungsobligatorium. Das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden hat im Zusammenhang mit diesem Versicherungsobligatorium keine Kompetenzen und ist auch nicht in der Lage, Auskünfte zu erteilen. Die Zuständigkeit liegt bei der Wohnsitzgemeinde in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Gesundheitsamt.

Sämtliche Anfragen im Zusammenhang mit dem Krankenversicherungsobligatorium aller Aufenthaltskategorien sind an die Gemeindeverwaltung oder Einwohnerkontrolle des Wohnortes zu richten.


7. Ist es möglich für Staatsangehörige aus einem Nicht-EG/EFTA-Staat eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen?

Die Zulassung von Staatsangehörigen aus Nicht-EG/EFTA-Staaten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Es können Aufenthaltsbewilligungen erteilt werden, wenn es sich beim fraglichen Arbeitnehmer um einen ausgewiesenen Spezialisten handelt, welcher nicht im EG/EFTA-Raum rekrutiert werden kann. Auskünfte dazu erteilt das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Tel. 081 257 23 47.


8. Für welche Arbeitnehmer kann das Meldeverfahren angewandt werden?
Für EU/EFTA-Staatsangehörige mit einer maximalen Einsatzdauer von 90 Arbeitstagen resp. 3 Monate pro Kalenderjahr ist das Meldeverfahren durchzuführen. Länger dauernde Einsätze sind auch künftig bewilligungspflichtig.

Die Meldung kann in elektronischer Form oder mit den entsprechenden Formularen auf dem Postweg oder per Fax dem Kantonalen Arbeitsamt in Chur zugestellt werden. Die Meldung muss mindestens 8 Tagen vor Arbeitsbeginn erfolgen.

Das Meldeverfahren kann für entsandte Arbeitnehmer-/innen, Dienstleistungserbringer und für kurzfristige bei einem schweizerischen Arbeitgeber erwerbstätige Ausländer angewandt werden.

Weder die Fremdenpolizei noch die Einwohnerkontrollen sind in das Meldeverfahren involviert. Fragen zum Meldeverfahren sind ausschliesslich an das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Arbeitsbedingungen, Grabenstrasse 8, 7000 Chur zu richten.

Die Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den neuen EU-Staaten ist immer bewilligungspflichtig. Das Meldeverfahren ist für Kurzaufenthalter aus den neuen EG/EFTA-Staaten nicht möglich.


9. Wann kommt die 8-Tageregelung zum Zuge?
Für Arbeitseinsätze unter 8 Tagen ist keine Bewilligung oder Meldepflicht erforderlich. In den nachfolgend bezeichneten Branchen gilt die 8-Tageregleung nicht, d.h. die Melde- oder Bewilligungspflicht besteht bereits ab dem 1. Tag der Erwerbstätigkeit: Bauhaupt- und Baunebengewerbe/Gastgewerbe/Reinigungsgewerbe in Betrieben und Haushalten/Überwachungs- und Sicherheitsdienst.