Nachdem die Bündner Regierung das Konzept für die Integrationsförderung von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen im Mai 2009 genehmigt hat, hat die neu gegründete Fachstelle Integration mit der Umsetzung begonnen.
Die Integrationsmassnahmen werden unmittelbar nach der vorläufigen Aufnahme oder der Anerkennung als Flüchtling in die Wege geleitet.
Dies beinhaltet:
- Informationsveranstaltungen
- Einstufungstest
- Sprachkurse
- Arbeitsmarktliche Massnahmen
Rund 90 Personen vorwiegend aus Eritrea, Türkei, Somalia, Sri Lanka, Irak, Afghanistan und China haben bis jetzt an einer Informationsveranstaltung teilgenommen. Mit Hilfe entsprechender Dolmetschenden werden allgemeine Themen zur Integration, zur Sprachförderung und zu arbeitsmarktlichen Massnahmen im Kanton thematisiert und konkretisiert. Bei Kaffee und Kuchen werden Fragen und Anliegen geklärt. Die Dolmetschenden übernehmen hier gleich auch eine wichtige Vermittlerrolle.
Der Sprachliche Einstufungstest, nach Richtlinien des Europäischen Referenzrahmens, zeigt bei den Teilnehmenden den grossen Bedarf an Sprachunterricht. Es werden Tageskurse auf verschiedenen Niveaus, Alphabetisierungskurse und Stützkurse angeboten. Die Erwerbstätigen und Personen mit Betreuungspflichten nehmen an regionalen Kursen, Abend- und Samstagkursen teil.
Die Sprachkurse umfassen Alltagsgeschichten aus Graubünden, Konversation, Rechtschreibung und Grammatik. Sie finden aktuell im Lernforum in Chur und in der Schule St. Catharina in Cazis statt.
Haben die Teilnehmenden das Sprachniveau, das ihnen eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt erleichtert, erreicht, wird in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit ein umfassendes Angebot an arbeitsmarktlichen Massnahmen mit spezifischer Sprachförderung angeboten. Dieses ist auf den Arbeitsmarkt des Kantons ausgerichtet. Dabei werden die Teilnehmenden bei der Stellensuche durch einen fachkundigen Jobcoach unterstützt.