Ausbildungspflicht für Hundehalter

Die Ausbildung des Hunderhalters und seines Hundes sind in der Tierschutzgesetzgebung geregelt.

Sachkundenachweis

Ein Sachkundenachweis (SKN) wird verlangt, wo im privaten Umgang mit Tieren Grundkenntnisse oder Erfahrungen erforderlich sind, die nicht allgemein vorausgesetzt werden können.

Wer macht was?

Personen, die einen Hund erwerben wollen, müssen vor dem Erwerb einen Sachkunde- nachweis über ihre Kenntnisse betreffend die Haltung von Hunden und den Umgang mit ihnen erbringen, sofern sie nicht nachweislich schon einen Hund gehalten haben. Innerhalb eines Jahres nach Erwerb eines Hundes hat die für die Betreuung verantwortliche Person den Sachkundenachweis zu erbringen, dass der Hund in Alltagssituationen kontrolliert geführt werden kann.

Wer ist befreit von dieser Ausbildung?

Von der Ausbildungspflicht befreit sind Personen mit einer Befähigung als:

a. Ausbildnerin oder Ausbildner für Hundehalterinnen und Hundehalter;

b. Spezialistin oder Spezialist zur Abklärung von Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden.

Wer führt diese Ausbildung durch? Wo findet sie statt?

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) legt die Anforderungen an die Hundehalterausbildner fest. Sie überprüft die Qualität der Ausbildung und erteilt die Bewilligungen (Fachspezifische berufsunabhängige Ausbildung). Alle Ausbildnerinnen und Ausbildner in Ihrer Region sind somit durch das BVET für die Ausbildung der Hundehalter mit ihren Hunden zertifiziert. Die Liste der verfügbaren Ausbildner kann beim BVET eingesehen werden. Detaillierte Angaben zur Ausbildung finden Sie im Merkblatt "Sachkundenachweis“ des Amtes für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit Graubünden und beim BVET.

Wer kontrolliert den Sachkundenachweis beim Hundehalter?

Im Kanton Graubünden untersteht die Kontrolle des SKN den Gemeinden. Im Zusammenhange mit dem Einzug der Hundesteuer wird von de Gemeinde geprüft, ob der SKN vorliegt.

Nutzen der Hundehalter- und Hundeausbildung

  • Wichter Beitrag zum Thema Tierschutz im Zusammenhang mit einer Hundehaltung (korrekter Umgang mit dem Tier, tierschutzkonforme Haltung).
  • Die Hundehalterin oder der Hundehalter übernimmt bewusst die Verantwortung für seinen Hund.
  • Sie / er erweitert das Fachwissen.
  • Sie / er nimmt die Gelegenheit wahr, Kontakte zu anderen Hundehalterinnen und Hundehaltern, zu Fachpersonen und Interessensgruppenn aufzubauen.
  • Frühzeitige Ermöglichung und Förderung der Sozialentwicklung des Hundes (Erstkontakt mit fremden Personen/Artgenossen/Umwelt).

Anordnungen der Gemeinde bei fehlender Hundehalter Ausbildung

Die Gemeinden ordnen bei unterlassener Ausbildung stufengerechte Massnahmen für den Hundehalter nach folgendem Kaskadenschema an.

  • Mahnbrief.
  • Stellungnahme / Rechtliches Gehör.
  • Amtlicher Verfügung inkl. Nachfrist.
  • Strafanzeige.
  • Umsetzung von Ersatzmassnahmen (in Zusammenarbeit mit dem ALT).