Wertschöpfung des Tourismus in den Regionen Graubündens - Stand und Entwicklung
Im Kanton Graubünden mit seinen national und international ausgerichteten Destinationen kommt dem Tourismus eine herausragende volkswirtschaftliche Bedeutung zu. So trägt der Tourismus direkt und indirekt erheblich zur Bruttowertschöpfung im Kanton bei und hat bedeutende Auswirkungen auf vor- und nachgelagerte Branchen.
Dieser Bedeutung ist sich der Kanton bewusst. Er ist bestrebt, eine begleitende Politik zu betreiben, die die Entwicklung des Tourismus in
Graubünden entsprechend fördert. Damit die Wirkungen dieser Politikmassnahmen bewertet und verbessert werden können, ist es notwendig, die Ausgangslage möglichst präzise zu erfassen. Der Kanton Graubünden hat diese Notwendigkeit bereits seit längerem erkannt und schon im Jahr 2004 eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Wertschöpfung des Tourismus erstmalig systematisch für den Kanton und seine Regionen erfasst hat (Bühler & Minsch 2004). Seither wurden und werden aktuell verschiedene Massnahmen im touristischen Bereich initiiert, um den Tourismus im Kanton Graubünden weiter zu stärken. Insbesondere wurde im Jahr 2006 mit der Umsetzung des breit angelegten Projekts der Destinationsreform begonnen. Das Amt für Wirtschaft und Tourismus des Kantons Graubünden (AWT) hat die vorliegende Studie bei der Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik der HTW Chur in Auftrag gegeben.
Zum einen soll die aktuelle Bedeutung des Tourismus erfasst werden. Damit soll eine weitere Grundlage geschaffen werden, welche die Evaluation der aktuell initiierten Massnahmen im Bereich des Destinationsmangements zu einem späteren Zeitpunkt ermöglicht. Zum anderen soll der Frage nachgegangen werden, wie sich die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in den letzten Jahren entwickelt hat.