Förderbeitrag für CSEM-Forschungszentrum in Landquart
Der Kanton Graubünden unterstützt die Weiterentwicklung des Forschungszentrums für Nanomedizin in Landquart des Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique SA (CSEM SA). Die Regierung hat für 2012 und 2013 einen Förderbeitrag von insgesamt zwei
Millionen Franken zugesichert. Dazu kommt ein Beitrag im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) von einer Million Franken, den Bund und Kanton beisteuern. Vorbehalten bleiben die Krediterteilungen für das Jahr 2013 durch den Grossen Rat sowie
die Genehmigung des NRP-Umsetzungsprogrammes 2012 - 2015 durch den Bund.
Die Erfahrungen der ersten vier Betriebsjahre haben gezeigt, dass der Aufbau und die Konsolidierung der Forschungsdivision CSEM in Landquart (CSEM LQ) mehr Zeit in Anspruch nimmt als vorgesehen. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise konnten nicht alle zu Beginn gesetzten Ziele erreicht werden. Künftig soll sich das Zentrum auch stärker auf die regionale Industrie ausrichten, was unter anderem Bestandteil einer neuen Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton und der CSEM SA ist. Entwicklungspotenzial ist vorhanden. Das Zentrum plant bis 2013 rund 20 qualifizierte Mitarbeitende zu beschäftigen und trägt dazu bei, Spitzenkräfte aus der regionalen Industrie weiterzubilden. Darüber hinaus profitiert das Alpenrheintal von einer Aufwertung der Region durch die Bekanntheit der CSEM SA und einer Verbesserung der internationalen Vernetzung. Dies
erhöht die Chancen, dass sich weitere Hightech-Firmen in der Region ansiedeln werden.
Aussicht auf eine erfolgreiche Weiterentwicklung und Etablierung des Zentrums gibt zudem die laufende Neuausrichtung der Bildungs- und Forschungslandschaft des Alpenrheintals. Die Kantone St. Gallen und Graubünden verfolgen verschiedene Projekte im Bereich Wissens- und Technologietransfer, welche Einfluss auf die künftige Entwicklung des CSEM LQ haben.