Im Juli verzeichnete der Kanton Graubünden 1‘553 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 1.5% entspricht. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen um 170 gesunken. Zusätzlich wurden 1‘200 nichtarbeitslose Stellensuchende registriert. Zu den nichtarbeitslosen Stellensuchenden gehören Personen, welche an Weiterbildungs- und Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen oder Zwischenverdienstarbeit leisten sowie jene, welche lediglich die Vermittlungsdienstleistungen der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in Anspruch nehmen. Zählt man die Zahl der Arbeitslosen und der nichtarbeitslosen Stellensuchenden zusammen, ergibt sich die Zahl der Stellensuchenden. Im Juli wurden 2‘753 Stellensuchende registriert. Gegenüber dem Vormonat ist diese Zahl um 124 gesunken. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juli ist saisonal bedingt und auf den Anstieg der Beschäftigung im Tourismus sowie im Bauhaupt- und Baunebengewerbe zurückzuführen.
Von den 1‘553 Arbeitslosen waren 726 Frauen und 827 Männer. Die höchsten Arbeitslosenzahlen verzeichneten das Gastgewerbe (412), der Bereich Handel, Reparatur- und Autogewerbe (212) sowie das Baugewerbe (107). Im Juli wurden 69 Langzeitarbeitslose gezählt. Gegenüber dem Vormonat mit 58 Langzeitarbeitslosen ist diese Zahl angestiegen.
Gesamtschweizerisch ist die Zahl der Arbeitslosen von 140‘253 auf 145‘364 angestiegen. Die schweizerische Arbeitslosenquote beträgt 3.7%. Zusätzlich wurden gesamtschweizerisch ca. 60'000 nichtarbeitslose Stellensuchende registriert.
Kurzarbeit
Ende Juli hatten 50 Betriebe mit 1‘983 gemeldeten Arbeitskräften Kurzarbeit eingeführt. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der kurzarbeitenden Arbeitskräfte deutlich unter der Zahl der für Kurzarbeit gemeldeten Arbeitskräfte liegt. Eine exakte Zahl der effektiv Kurzarbeitenden kann nicht angegeben werden, da die Unternehmungen die Kurzarbeitsentschädigung zeitlich verzögert bei verschiedenen Arbeitslosenkassen abrechnen.