Behindertenhilfe

Der Kanton Graubünden fördert Angebote zur sozialen und beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung. Das Ziel ist, für Personen mit Behinderung ein Angebot zu ermöglichen, das auf ihren Betreuungsbedarf abgestimmt ist und mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln bereitgestellt werden kann. 
 
  

Aufgaben des Kantons

 

Bewilligung und Aufsicht

Er erteilt Bewilligungen zum Betrieb von Betreuungsangeboten und führt die Aufsicht. Die Bewilligung und die Aufsicht über die Leistungserbringenden sind notwendig, wenn Menschen mit Behinderung auf deren institutionelle Betreuung angewiesen sind und dadurch in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen. Mit der Bewilligung und der Aufsicht sollen das Wohl und der Schutz von Menschen mit Behinderung gewährleistet werden. Zudem soll sichergestellt werden, dass qualitativ einwandfreie Integrationsangebote zur Verfügung stehen.
 

 

Bedarfsanalyse und Angebotsplanung

Er setzt die Bedarfsanalyse und die Angebotsplanung um. Für Menschen mit Behinderung sollen Integrationsangebote zur Verfügung stehen, die für sie notwendig sind. Gleichzeitig sollen die öffentlichen Mittel für die Bereitstellung der Angebote effizient eingesetzt werden.
Die Bedarfsanalyse und die Angebotsplanung sind Instrumente zur Umsetzung dieser Zielsetzungen. Die Bedarfsanalyse stellt fest, wie viele und welche Personen welche Angebote benötigen. Die Angebotsplanung legt fest, welche Angebote in welcher Menge zur Verfügung gestellt und finanziert werden.
  
 

Finanzierung der Angebote

Für Menschen mit Behinderung sollen qualitativ gute, ihrem Betreuungsbedarf entsprechende Integrationsangebote zur Verfügung stehen. Der Kanton erbringt die Leistungen in der Regel nicht selbständig. Er schliesst mit Leistungserbringenden Leistungsaufträge ab. Die Angebote werden leistungsorientiert, transparent und vergleichbar abgegolten.
  
 

Beratung

Der Kanton berät Leistungserbringende beim Aufbau und bei der Führung von Betreuungsangeboten für Menschen mit Behinderung.
 
 

 

Angebote zur sozialen und beruflichen Integration

Als Angebote im Bereich der sozialen Integration sind geschützte Wohnplätze, Wohnbegleitungen sowie Integrations- und Beratungsangebote vorgesehen. Geschützte Wohnplätze sind Wohnangebote, die Personen mit Behinderung eine angemessene agogische Begleitung gewährleisten. Mit Wohnbegleitungen werden Personen mit Behinderung in ihrem privaten Wohnumfeld agogisch unterstützt. Beratungs- und Integrationsangebote erleichtern und fördern den Zugang zu Arbeits-, Bildungs- und Freizeitangeboten,  fördern die Selbsthilfe und unterstützen bei Rechtsfragen.
 
Als Angebote im Bereich der beruflichen Integration sind geschützte Arbeitsplätze, geschützte Tagesstrukturplätze, Arbeitsbegleitungen und Integrationsarbeitsplätze vorgesehen. Die Angebote der beruflichen Integration unterscheiden sich durch die Dauer und die Intensität der Betreuungsleistungen sowie in der Produktionsorientierung der Tätigkeiten der Personen mit Behinderung. Die agogische Begleitung entspricht der Betreuungsleistung durch ausgebildete Personen.