Abgeschlossene Projekte

2013

Authentifizierung des Zugriffs auf Online-Angebote
Die Kantonsbibliothek Graubünden hat auf verschiedene ihrer Online-Angebote einen Fernzugriff eingerichtet. Von zu Hause aus kann somit auf diverse Datenbanken aus dem Munzinger-Archiv, auf das Angebot von Library Pressdisplay (ca. 2200 Titel), auf die Electronic Book Library (ca. 230'000 Titel) und auf die Digitale Bibliothek Ostschweiz (Dibiost) (ca. 21'000 Titel) zugegriffen werden. Voraussetzung dafür ist ein gültiger Bibliotheksausweis der Kantonsbibliothek.

Lesebank 2013
Auch dieses Jahr wurden an fünf verschiedenen Orten in der Stadt Chur und im Schlossgarten Haldenstein wieder Parkbänke mit Bücherboxen ausgerüstet. Es handelt sich dabei um ein von der Bündner Volksbibliothek, Chur Tourismus, Gartenbau der Stadt Chur und der Kantonsbibliothek Graubünden gemeinsam durchgeführtes Leseförderungsprojekt. Die Bibliotheken stellten eine bunt gemischte Auswahl an Lesestoff für die Bücherboxen zusammen. Die "Lesebanksaison" dauerte von Mai bis Oktober.

2012

Bibliotheksplatz Chur als koordiniertes System

"Bibliotheksplatz Chur als koordiniertes System" war ein Entwicklungsschwerpunkt des Kantons Graubünden für die Regierungsperiode 2009-2012. Die Kantonsbibliothek Graubünden war die Initiantin und hatte die Federführung für das Projekt. Der Fokus lag auf einer Kooperation der wissenschaftlich ausgerichteten Bibliotheken in Chur. Ziel der Kooperation war die Nutzung von Synergien zur gemeinschaftlichen Weiterentwicklung von kundenfreundlichen, leistungsfähigen und anforderungsgerechten Bibliotheksdienst-leistungen sowie die gemeinschaftliche Konzeption neuer Dienstleistungen. Die Kerngruppe bestand aus fünf Bibliotheken.

Zu den Ergebnissen des Projektes gehören unter anderem:
- Gemeinsamer Auftritt der wissenschaftlich ausgerichteten Bibliotheken in Chur / www.bibliotheksplatz-chur.ch
- Velo-Buchkurier
- Neuer Verbundkatalog mit moderner Suchoberfläche (Aquabrowser & 360° Search); Kataloganreicherung; Digitalisierung des Zettelkatalogs der Kantonsbibliothek und Webretrieval
- Vortragsangebot für Bibliotheksmitarbeitende

Weitere Informationen

 
Erweiterter Zugang zu elektronischen Ressourcen
Die Kantonsbibliothek Graubünden bietet Zugriff auf elektronisch verfügbare Produkte. Durch die Teilnahme der Kantonsbibliothek an der Digitalen Bibliothek Ostschweiz (Dibiost) hat eine grosse Anzahl von Bibliotheken in Graubünden Zugriff auf ihr umfangreiches Angebot an elektronisch verfügbaren Medien. Das Angebot an Tageszeitungen, Videos, Musik und e-Books wird ständig ergänzt und wuchs bis Ende 2012 auf rund 20'000 Titeln an. Bei Dibiost handelt es sich um ein sehr erfolgreiches Projekt: Die Zahl der Zugriffe von Bündner Bibliotheksnutzenden auf Dibiost nahm von 2011 auf 2012 um 5158 auf beinahe 8375 zu!

Zusätzlich ergänzte die Kantonsbibliothek ihr Angebot an elektronischen Medien, besonders im Bereich der Nachschlagewerke. Neu sind ab 2011 das Munzinger Länder-Archiv, das kritische Lexikon der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart, das Kritische Lexikon der fremdsprachigen Literatur der Gegenwart und das Kindler Literaturlexikon in einer elektronischen Version verfügbar. Unter den Online-Angeboten figurieren zudem die Abhörstation der Schweizer Nationalphonotek, das Webarchiv Schweiz und das Archiv der Radiotelevisione svizzera RSI.

Das Angebot an elektronisch verfügbaren Produkten wird laufend erweitert.
 
Lesebank-Projekt
Im Sommer 2012 luden an fünf Standorten in Chur sogenannte "Lesebänke" mit einer Auswahl an aktueller Literatur zur Lektüre im Freien ein. Die Kantonsbibliothek Graubünden und die Bündner Volksbibliothek riefen das Lesebank-Projekt bereits 2011 ins Leben, nachdem in anderen Destinationen wie Davos/Klosters, St. Gallen und Zürich bereits mit grossem Erfolg Lesebank-Projekte umgesetzt worden waren. Das Gartenbauamt der Stadt Chur und Chur Tourismus beteiligten sich ebenfalls am Projekt.
In jeder Lesebox waren 25 Bücher. Dabei reichte das Spektrum von Kinder- und Jugendliteratur über Romane bis hin zu Krimis, aber auch Bündnerisches war zu finden. Ermöglicht wurden die Leseboxen dank zahlreicher Sponsoren. Die vielen positiven Einträge in den Gästebüchern belegen, wie gut die Lesebänke beim Publikum ankamen.


2010

Bündner Bibliographie online
Die Kantonsbibliothek Graubünden gibt jährlich eine Bibliographie der Bündner Veröffentlichungen heraus, die in der Reihe "Bündner Monatsblatt" erscheint. Die gedruckte Bibliographie ist aber immer nur eine Momentaufnahme derjenigen Daten, die bis zum Redaktionsschluss vorliegen. Ausserdem sind gedruckte Bibliographien sehr fehleranfällig und in ihrer Nutzungsform ein lineares Medium. Die Online-Version der Bündner Bibliographie ermöglicht es, neben der klassischen Bibliographie als PDF auch alle denkbaren Vorteile einer elektronischen Suche nutzen zu können. Die Nutzeroberfläche ist einfach in der Handhabung. Ein Browsen ist über eine Klassifikation möglich. Darüber hinaus kann die Bündner Bibliografien ab dem Jahr 2003 als PDF heruntergeladen werden.

Die Online-Version der Bündner Bibliographie ist seit 1. Mai 2011 zu finden unter www.bibliographie.gr.ch 
 
Vereinfachung der Medienerwerbung
Im deutschsprachigen Raum erscheinen ca. 83’000 Bücher in erster Auflage, die Schweiz zählt jährlich ca. 12’000 Neuerscheinungen. Da weder die Anzahl des Personals noch das Budget ähnliche Wachstumsraten wie die Literaturproduktion erreichen, steigen die Anforderungen an Bibliotheken bei der Auswahl und dem Einkauf von dem Auftrag entsprechenden Büchern.

Die Kantonsbibliothek hat klare Erwerbungsprofile definiert, die auf den Webseiten zu finden sind. Die Auswahl an Literatur erfolgt durch zuständige Fachbetreuer und Fachbetreuerinnen. 
 

2009
 
Vereinfachung des Zugangs und der Verrechnung bei den Internetstationen

Die vier Internetstationen der Kantonsbibliothek werden sehr rege benützt. Der Betrieb war auf die manuelle Ein- und Austragung dieser hohen Nachfragen nicht ausgerichtet. Es wurde deshalb eine Lösung gesucht, mit der die Kundinnen und Kunden möglichst einfach und rasch bedient werden können. Dazu wurde eine Software installiert, die die Prozesse vereinfacht.

Überarbeitung der Benutzungsordnung
Die Benutzungsordnung der Kantonsbibliothek Graubünden ist über 15 Jahre alt. Angebote, Produkte und Dienstleistungen sowie die Preise haben sich seitdem stark verändert. Deshalb ist die Benutzungsordnung grundlegend überarbeitet worden und steht im Jahr 2009 in neuer Form zur Verfügung. Dabei wurde versucht, die Benutzungsordnung möglichst vorausschauend zu gestalten, sodass die weiteren dynamischen Entwicklungen im Bereich Bibliotheken berücksichtigt werden, insbesondere im Hinblick auf elektronisch verfügbare Produkte.

 

2008


Neugestaltung des Freihandbereiches
Der Freihandbereich wurde nach dem System der neu eingeführten Basisklassifikation aufgestellt. Damit erfolgte auch eine moderate Neugestaltung der Einrichtung in den drei Stockwerken. Eine besondere Neuerung betrifft das Erdgeschoss, wo nun alle Dienstleistungen an der einen, vergrösserten Theke angeboten werden. Auf diesem Stockwerk befinden sich zudem die stark frequentierten Bereiche. Das erste Obergeschoss und das Untergeschoss wurden hingegen zu ruhigeren Bereichen deklariert, wo die Bestände nun „integriert“ aufgestellt sind. Dies bedeutet, dass alle Literatur zu einem Fachbereich, unabhängig von Medientyp, Sprache oder Publikationsform übersichtlich an einem Ort zu finden ist.

 

2007


Evaluation und Einführung einer neuen Aufstellungssystematik

Nach eingehender Evaluation von verschiedenen Aufstellungssystematiken hat sich die Kantonsbibliothek entschieden, im Freihandbereich die Basisklassifikation einzuführen. Dies bedeutete, dass alle Bücher, die für das Publikum frei zugänglich waren, umgearbeitet und mit einer neuen Signatur versehen werden mussten. Bei dieser Gelegenheit wurden zudem die Bestände gesichtet und eine Triage vorgenommen, welche Werke ins Magazin umgestellt, welche im Freihandbereich verbleiben und welche allenfalls aus der Bibliothek ausgesondert werden könnten. Damit wurden die Bestände etwas gelichtet. Der neu gewonnene Platz wird für die Neuerwerbungen genutzt und unterstützt eine übersichtliche Aufstellung.

 

2006


Erwerbungsprofile

Im September 2006 publizierte die Kantonsbibliothek ihre Erwerbungsprofile auf ihrer Website. Zu diesem Zweck wurde vor der Veröffentlichung eine Matrix konzipiert, die auf den vorhandenen Erwerbungsprofilen basiert. Die Erwerbungsprofile definieren, ob ein Fachgebiet als Fachreferat (das heisst wissenschaftlich und den Bestand aktiv an die Zielgruppe vermittelnd) oder als Fachlektorat (d.h. analog dem Niveau einer öffentlichen Bibliothek) geführt wird. Weiter legen sie interne und externe Sammelkriterien fest und definieren den Verzicht auf Anschaffung. Die internen Kriterien garantieren, dass ein Bestand sukzessiv und konsequent gepflegt wird. Externe Kriterien sollen auf weite Sicht hinaus garantieren, dass die Kantonsbibliothek und die übrigen Bündner Bibliotheken mit wissenschaftlicher Orientierung möglichst wenige Dubletten kaufen und einen dezentralen wissenschaftlichen Bestand zu halten vermögen. Indem wir die Erwerbungsprofile unseres Bestandes mit den Kriterien für Anschaffung, Sammelintensität und Verzicht präsentieren - was in dieser Form für die Schweiz einzigartig ist - erhöhen wir unsere Transparenz.