Entsorgung von Klärschlamm  

 

Klärschlamm fällt als Abfall bei der Abwasserreinigung an. Gemeinden, welche Kläranlagen betreiben, haben dafür zu sorgen, dass der anfallende Klärschlamm nach den Vorgaben des kantonalen Klärschlamm-Entsorgungsplan vom April 2000 entsorgt wird. Im Kanton Graubünden wird der Klärschlamm aus öffentlichen Kläranlagen getrocknet und dann verbrannt. Die Verwendung von Klärschlamm als Dünger, für Rekultivierungen, Humusierungen und ähnliche Anwendungen ist nicht zulässig.

 

 

Umsetzung des Klärschlamm-Entsorgungsplans

 

Soll Klärschlamm verbrannt werden, muss er vorgängig entwässert und getrocknet werden. Die Trocknungsanlage  der Stadt Chur (TRAC) verfügt über die Kapazität zur Trocknung des gesamten  im Kanton anfallenden Klärschlamms. Die Verbrennung des getrockneten Klärschlamms erfolgt im Zementwerk der Holcim Zement AG in Untervaz.

 

Der kantonale Klärschlamm-Entsorgungplan regelt auch die möglichen Entsorgungswege von Klärschlamm aus Kleinkläranlagen und von Rohabwasser aus abflusslosen Gruben.

 

Soll Klärschlamm auf einem anderen Weg als im Entsorgungsplan vorgesehen oder ausserhalb des Kantons Graubünden entsorgt werden, ist vorgängig die Zustimmung des ANU einzuholen (vgl. Art. 21 Abs. 4 GSchV).

 

 

Buchführung zur Klärschlammentsorgung

 

Die Betreiber von Abwasserreinigungsanlagen müssen die abgegebene Klärschlammmenge, Datum der Abgabe, Name der Abnehmer, abgegebene Menge sowie die Verwertungs- oder Entsorgungsart aufzeichnen und diese Daten dem ANU zur Verfügung stellen (Art. 21 Abs. 1 GSchV).

 

 

Kontrolle der Klärschlammqualität

 

Der Klärschlamm ist in regelmässigen Abständen hinsichtlich Qualität (Wert- und Schadstoffe) in einem spezialisierten Labor zu untersuchen. Die Häufigkeit der Untersuchungen und die Analyseparameter werden für die einzelnen ARA durch das ANU festgelegt (Art. 20 GSchV).