Lehrplan 21 Graubünden

Regierungsbeschluss Inkraftsetzung Lehrplan 21 GR

Am 15. März 2016 wurde der Lehrplan 21 GR inklusive Lektionentafeln von der Bündner Regierung genehmigt. Dieser wird für den Kindergarten bis zur 2. Klasse der Sekundarstufe I auf das Schuljahr 2018/19 und für die 3. Klasse der Sekundarstufe I auf das Schuljahr 2019/20 in Kraft gesetzt.

Der von der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz im Oktober 2014 freigegebene Lehrplan 21 wird vom Kanton umfassend übernommen. Kantonale Anpassungen an der interkantonalen Vorlage beschränken sich auf unverbindliche Inhalte sowie Anpassungen bezüglich der kantonalen Rahmenbedingungen. Der Bündner Lehrplan ist online unter www.lehrplan.ch einsehbar.

Derzeit liegen mit Ausnahme der Lehrpläne Romanisch und Italienisch als Schulsprache alle Lehrpläne erst auf Deutsch vor. Die Übersetzungen der Lehrpläne für romanisch- und italienischsprachige Schulen sind in Vorbereitung.

Dem Regierungsbeschluss liegt ein Bericht zur Umsetzung des Lehrplans 21 GR zugrunde. Dieser wurde im Januar 2016 an zwei Hearings der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR), den Institutionen der Sonderschulung sowie den wichtigsten Verbänden im Schulumfeld (Verband Lehrpersonen Graubünden LEGR, Schulbehördenverband Graubünden SBGR, Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Graubünden VSLGR, Konferenz Kinder- und Jugendinstitutionen KKJ) vorgelegt und aufgrund ihrer Rückmeldungen überarbeitet. Der Bericht zeigt auf, mit welchen Massnahmen die Schulen auf den neuen Lehrplan vorbereitet werden, legt den Handlungsbedarf bei Lehrmitteln und Zeugnissen dar, informiert über die Kosten der Umsetzung und enthält die verschiedenen Lektionentafeln der drei Sprachregionen. Ab Mitte April 2016 wird dieser in allen drei Kantonssprachen vorliegen.

Als nächsten Schritt beantragt die Regierung im Juni 2016 beim Grossen Rat einen Verpflichtungskredit zur Umsetzung des neuen Lehrplans 21 GR.