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  • Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden
  • Departament d'educaziun, cultura e protecziun da l'ambient dal Grischun
  • Dipartimento dell'educazione, cultura e protezione dell'ambiente dei Grigioni

Handlungsfelder   

  • Der Runde Tisch

Ist ein Kernstück des Interventionsprojektes und setzt sich zusammen aus VertreterInnen der Kantonspolizei, Stadtpolizei, Staatsanwaltschaft, Regionalen Sozialdienste, Opferhilfe-Beratung und Fachstelle Kindesschutz, Beratungsstelle für Gewalt ausübende Personen, Frauenhaus, Migrationsbereich, Vormundschaftsbehörde und Bezirksgericht.
Die Sitzungen des Runden Tisches dienen der Optimierung der Zusammenarbeit, dem Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer und der Vernetzung. Interne Arbeitsgruppen erarbeiten Handlungsgrundsätze, Empfehlungen, erstellen Broschüren und beobachten und begleiten die Auswirkungen der neuen Gesetze auf den Opferschutz.

  • Gesetzesänderungen

Während des Projektverlaufs fanden einschneidende Gesetzesänderungen statt, deren Einführung und Begleitung die Projektleitung sowie die Mitglieder des Runden Tisch stark in Anspruch nahmen:
Am 1. April 2004 trat das revidierte Strafgesetzbuch mit der „Offizialisierung der Strafverfolgung in der Ehe und Partnerschaft“ in Kraft. (siehe Wissenswertes über HG))
Am 1. Juli 2005 erhielt die Kantonspolizei neu die Befugnis, Gewalt ausübende Personen für bis zu 10 Tage aus ihrem Wohnraum wegzuweisen (Wegweisungs- und Rückkehrverbot, Art. 16 Polizeigesetz).
Zu diesen Gesetzesneuerungen verfasste die Projektleitung in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe des Runden Tisches die Informationsbroschüre „Häusliche Gewalt“ (siehe Publikationen).
Die aktuellste Gesetzesänderung betrifft Art. 28b des revidierten ZGB, der seit dem 1. Juli 2007 das Anordnen von zivilrechtlichen Schutzmassnahmen ermöglicht (Annäherungs-, Quartier- und/oder Kontaktverbot zum Schutz vor Gewalt, Drohung oder Nachstellung).

  • Weiterbildung

Das Weitergeben von Wissen zum Thema Häusliche Gewalt an MultiplikatorInnen in verschiedenen Berufsgruppen ist ein wichtiges Anliegen der Projektleitung. Im Mai 2006 fand die ganztägige Fachtagung „Gewalt in Paarbeziehungen“ für Sozialarbeitende statt, an der das Handbuch (siehe Publikationen) „Gewalt in Paarbeziehungen, Hinschauen – wahrnehmen – handeln“ vorgestellt wurde. Weiter erfolgten Weiterbildungen u.a. bei den Dolmetschenden der Caritas Schweiz, bei Femint, den kantonalen Mütter- und Väterberaterinnen, den Vormundschaftsbehörden, den Mitarbeitenden der Drogenabgabestelle, den angehenden Lehrpersonen (PH), den HortnerInnen und den JugendarbeiterInnen sowie im Gesundheitsbereich.

  • Täterberatung     

Im September 2007 nahm die Beratungsstelle für Gewalt ausübende Personen des Kantons Graubünden (Amt für Justizvollzug) ihre Tätigkeit auf. Dieses neue Beratungsangebot wurde auf Antrag der Projektleitung eingerichtet, um im Kanton die Lücke in der Täterberatung zu schliessen.

  • Aktiv im Schulbereich

Die Lehrpersonen im Kanton erhielten im Herbst 2007 die dreisprachige Broschüre „Häusliche Gewalt – was kann die Schule tun?“ (siehe Publikationen). Fachartikel im Bündner Schulblatt, Vorträge und Weiterbildungsmöglichkeiten werden zur Vertiefung des Themas angeboten.

Adresse

  • Bündner Interventionsprojekt gegen Häusliche Gewalt
    • Loestrasse 37
    • 7000 Chur
    • Tel. +41 81 253 35 70

Kontakte

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