Studie "Risiken und Gefahren im Internet für Schülerinnen und Schüler im Kanton Graubünden" 

Die Volksschulen sollen über die Risiken und Gefahren im Internet für Schülerinnen und Schüler sensibilisiert werden. Die Bündner Regierung hat eine entsprechende Studie, welche der Kanton in Auftrag gegeben hatte, zur Kenntnis genommen. Die Pädagogische Hochschule Graubünden soll in Zukunft die Ergebnisse der Studie, welche verschiedene Interventionsmöglichkeiten aufzeigt, bei der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen berücksichtigen.

Um die Chancen des sich rasant entwickelnden Mediums Internet optimal nutzen zu können, ist es sowohl für die Erziehungsberechtigten als auch für die Jugendlichen wichtig, die mit dem Gebrauch des Internets verbundenen Risiken und Gefahren rechtzeitig zu kennen. Die vom Amt für Volksschule und Sport bei der Forschungsstelle für Informationsrecht der Universität St. Gallen in Auftrag gegebene Studie untersucht die verschiedenen Risiken und Gefahrenbereiche im Internet. Dazu gehören namentlich die Bereiche "Sicherheitsrisiken", "Gewalt und körperliche Aggression", "Bedrohung der Privatsphäre" sowie "Urheberrechtsverletzungen". Die Studie kommt zum Schluss, dass grundsätzlich jedes Kind oder jeder Jugendliche den Internetgefahren passiv oder aktiv, wissentlich oder unwissentlich mit mehr oder weniger gravierender Wirkung ausgesetzt ist. Dabei lässt sich kein gleichförmiges Gefährdungsmuster erkennen. Die Vielfalt der Negativerscheinungen – von Spielsucht über Cyberbullying bis zu Pornografiekonsum und illegallem Musik-Tausch – ist gross.

Im Hinblick auf Prävention, Aufklärung und Förderung der Medienkompetenz zeigt die Studie eine breite Palette von Interventionsmöglichkeiten auf. Dabei sind aber nicht nur die Jugendlichen und Lehrkräfte, sondern auch Eltern, Politiker sowie Dienstanbieter gefordert. Gemäss Studie ist der naheliegende Ruf nach Verboten im Raum der oft unkontrollierbaren Prozesse im digitalen Geschehen selten angemessen und wirkungsvoll. Stattdessen wird ein breites Instrumentarium verschiedener technischer oder medienpädagogischer Massnahmen vorgeschlagen, die den jeweiligen Erfordernissen und den organisatorischen und finanziellen Mitteln anzupassen sind.