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Anfrage Gartmann-Albin betreffend Bissvorfälle und Tierschutzmeldungen Hundehaltung

Session: 19.06.2020

Seit dem 1. Januar 2017 ist der Sachkundenachweis (SKN) für Hundehalterinnen und Hundehalter nicht mehr obligatorisch.

Besonders für Personen, die zum ersten Mal einen Hund halten, wären diese Kurse sehr sinnvoll. Denn der SKN konnte den Hundehaltern die Fachkompetenz, den Umgang und die Haltung der Tiere vermitteln und stark verbessern. Damit konnten sowohl Tierschutz- wie auch Sicherheitsprobleme vermindert werden.

Bereits in der Debatte vom Oktober 2017 zum Auftrag Danuser betreffend Einführung obligatorischer Sachkundenachweis für Ersthundehalter wurde darauf hingewiesen und befürchtet, dass ohne den Kurs die Biss- und Tierschutzfälle infolge fehlender Fachkompetenz und nicht artgerechter Haltung zunehmen werden. Gemäss Budget 2020 des Amts für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit hat sich dies leider bestätigt.

Die Unterzeichnenden fragen die Regierung nun an:

1.     Gibt es eine Zunahme der Bissvorfälle seit der Abschaffung des SKN (1. Januar 2017)? Und in welchem Masse?

2.     Wie sehen die Zahlen im Vergleich 5 Jahre vor, während und seit der Abschaffung der Kurse aus?

3.     Wurde eine Zunahme von Tierschutzfällen (Hundehaltung) seit der Abschaffung des SKN festgestellt und wie sehen die Zahlen und die Schwere der Fälle aus?

4.     Falls eine Zunahme bei den Bissvorfällen oder Tierschutzfällen festgestellt wurde, was gedenkt die Regierung zu unternehmen, damit diese vermindert werden können?

Chur, 19. Juni 2020

Gartmann-Albin, Danuser, Baselgia-Brunner, Brandenburger, Cahenzli-Philipp, Crameri, Degiacomi, Deplazes (Chur), Gasser, Hofmann, Horrer, Mittner, Müller (Felsberg), Natter, Niggli (Samedan), Niggli-Mathis (Grüsch), Perl, Preisig, Rettich, Rutishauser, Schwärzel, Thomann-Frank, Thöny, von Ballmoos, Widmer-Spreiter (Chur), Wilhelm, Pajic