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Anfrage Zanolari betreffend Kompetenzzentrum Wasser in Graubünden

Session: 26.08.2003
Die Pro Raetia will im LTNO-Jahr des Wassers durch eine neue Initiative einer weiteren Wertschöpfung mit Wasser in den bündnerischen Talschaften zum Durchbruch verhelfen. Sie hat vorgeschlagen, ein Kompetenzzentrum Wasser zu gründen, wenn möglich in Zusammenarbeit mit der HTW Chur.
Ein solches Zentrum soll in Anlehnung an die Erfahrungen mit Gemeinden, Unternehmern und anderen Hochschulen und Kompetenzzentren gestaltet werden.
Dadurch sollen in den Talschaften wirtschaftliche, ökologische und soziale Mehrwerte auf effiziente Weise im Kur- und Bade- sowie Wellness- und Erlebnistourismus, im Gesundheitswesen, im Mineralwasserbereich, in Handels-, Gewerbe-, Indust-rie-, Dienstleistungs- und Beratungsbetriebe des Wassersektors, im Bildungs- und Weiterbildungsbereich, für private Haushalte und für die öffentliche Hand erzielt werden.

Fragen an die Regierung:

- Wie ist die Haltung der Regierung gegenüber den Vorschlag eines Kompetenzzentrums Wasser?

- Schliesst sich die Regierung der Meinung anderer Tourismusregionen im Alpenraum an, dass das Wasser der bestim mende Freizeit- und Gesundheitsfaktor ist, der massgeblich dazu beitragen muss, unsere wirtschaftliche und touristische Zukunft zu sichern?

- Ist die Regierung bereit, eine federführende Rolle bei der Planung und der Koordination des Projektes mit den potentiellen Partnern zu übernehmen?

Chur, 26. August 2003

Name: Zanolari, Schmid, Arquint, Baselgia-Brunner, Bucher-Brini, Casanova (Vignogn), Casty, Cathomas, Caviezel (Pitasch), Cavigelli, Crapp, Demarmels, Farrér, Fasani, Frigg-Walt, Giacometti, Hess, Jäger, Jenny, Joos-Buchli, Keller, Koch, Loepfe, Maissen, Meyer-Grass (Klosters), Meyer Persili (Chur), Noi-Togni, Peyer, Pfenninger, Pfister, Plozza, Portner, Righetti, Robustelli, Sax, Schütz, Tomaschett, Tramèr, Tremp, Trepp, Tuor, Zanetti, Zarn, Toschini

Session: 26.08.2003
Vorstoss: dt Anfrage

Antwort der Regierung

Die Idee, ein Kompetenzzentrum Wasser zu schaffen, wurde im UNO-Jahr des Wassers nicht nur von der Pro Rätia, sondern auch von der Regierungskonferenz der Gebirgskantone (RKGK) aufgenommen. Die RKGK, bei welcher der Kanton Graubünden Mitglied ist, führte am 27. September 2003 ein Symposium in Altdorf durch, an dem Vertreter aller in der RKGK zusammengeschlossenen Kantone, der Gemeinden, der Wirtschaft, der Wissenschaft und des Bundes teilnahmen. Am 3. November 2003 hat die RKGK beschlossen, das Projekt unter dem Titel „Kompetenznetzwerk Wasser im Berggebiet“ weiterzuverfolgen und ein entsprechendes Unterstützungsgesuch als Pilotprojekt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) beim seco einzureichen.

Die Pro Rätia ihrerseits entwickelt ihre Projektidee, ein Kompetenzzentrum Wasser in Graubünden zu realisieren, in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur weiter. Der Kanton ist auch in dieses Projekt einbezogen.

Zu den Fragen:

1. Die Regierung steht der Schaffung eines Kompetenzzentrums Wasser in Graubünden positiv gegenüber. In diesem Sinne unterstützt sie die Bemühungen der Pro Rätia und der RKGK zur Schaffung eines Kompetenzzentrums bzw. Kompetenznetzwerkes Wasser.

2. Die Regierung teilt die Meinung, wonach Wasser als erneuerbare Ressource für die Zukunft des Kantons Graubünden sehr wichtig ist.

3. Das Projekt der RKGK wird durch die RKGK selbst bzw. durch das entsprechende RKGK-Projektsekretariat „UNO-Jahr des Wasser 2003“ geführt. Eine Federführung durch die Regierung ist gegenwärtig weder angezeigt noch möglich.

Das von der Pro Rätia initiierte Projekt wird zur Zeit durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur bearbeitet. Die Frage der Übernahme einer federführenden Rolle in diesem Projekt stellt sich für die Regierung zur Zeit nicht. Die Regierung ist aber bereit, zu einem späteren Zeitpunkt je nach Verlauf der beiden Projekte eine allfällige Übernahme der Federführung zu prüfen, sofern dies gewünscht ist und notwendig erscheint.


Datum: 12. November 2003