Navigation

Seiteninhalt

Auftrag Casty betreffend Neuaufnahme des Projektes „Strassenverbindung zwischen der Julier- und Schanfiggerstrasse mit einer Hochbrücke über die Plessur nach Maladers“

Session: 19.04.2005
Ausgangslage
Es sind umfangreiche Planungen für die Verbreiterung der Aroserstrasse ab Obertor über den Hof, Haldenhüttli bis Maladers in Arbeit. Für den Ausbau der bestehenden Schanfiggerstrasse auf die heute notwendige Breite sind massive, bauliche Eingriffe und Kunstbauten erforderlich. Weiter sind kostenintensive Baumassnahmen für die Sicherheit gegen Steinschlag auf der Strecke Haldenhüttli Maladers notwendig.

Der Schanfiggerverkehr ist für die 1200 Kantonsschüler, die täglich zu Fuss unterwegs sind, ein Sicherheitsrisiko.

Alle diese geplanten Sanierungsarbeiten an der Schanfiggerstrasse sind kostenintensiv und der Unterhalt wird in diesem unstabilen Gelände weiterhin aufwändig sein. Auch das städtebaulich sensible Stadtbild wird beeinträchtigt.

In den Jahren 1973 und 1974 wurde im Grossen Rat eingehend über den Ausbau der bestehenden Schanfiggerstrasse und der Erstellung einer Hochbrücke über die Plessur ab Araschgerrank nach Maladers debattiert. Die Schanfigger - Erschliessung über die N13, Südumfahrung Chur und über eine Hochbrücke nach Maladers wurde als die beste Lösung angesehen und deren Realisierung am 21. Februar 1974 mit 70 zu 13 Stimmen im Grossen Rat beschlossen.

Auftrag an die Regierung:

Das Projekt Ausbau der Schanfiggerstrasse mit einer Hochbrücke über die Plessur als Verbindung zwischen der Schanfiggerstrasse und der Julierstrasse gemäss GR Beschluss vom 21. Februar 1974, ist zu aktivieren. Das Projekt soll unter folgenden Kriterien im Vergleich mit den geplanten Ausbauten, der bestehenden Schanfiggerstrasse über den Hof, geprüft werden:

- Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr in der Stadt Chur

- Sicherheit auf der Schanfiggerstrasse (Steinschlag auf der Strecke Chur Maladers)

- Sicherheit für die 1200 Kantonsschüler (Verbindung der Schulhäuser)

- Auswirkungen auf das sensible Stadtbild von Chur im Bereich des bischöflichen Sitzes (Hof und Rebberge bis Haldenhüttli)

- Nachhaltigkeit

-Kosten

Chur, 19. April 2005

Name: Casty, Beck, Jenny, Augustin, Bär, Berther (Disentis), Berther (Sedrun), Bleiker, Brunold, Büsser, Butzerin, Cavegn, Caviezel-Sutter (Thusis), Cavigelli, Christ, Christoffel, Claus, Crapp, Demarmels, Dudli, Fallet, Farrér, Fleischhauer, Giacometti, Göpfert, Gredig, Hardegger, Heinz, Hess, Hübscher, Jaag, Jäger, Janom Steiner, Jeker, Kessler, Koch, Krättli-Lori, Lemm, Luzio, Maissen, Mani-Heldstab, Märchy-Michel, Marti, Montalta, Noi, Parolini, Parpan, Pedrini, Perl, Portner, Sax, Stiffler, Telli, Tremp, Trepp, Tuor, Vetsch, Wettstein, Zegg, Zindel, Bezzola, Campell, Foffa, Gubelmann, Pool

Session: 19.04.2005
Vorstoss: dt Auftrag


Antwort der Regierung

Die von den Unterzeichnenden geltend gemachten Mängel auf der Schanfiggerstrasse im Innerortsbereiche Obertor bis Maladers sind weitgehend zutreffend. Die vielfältigen Verkehrsbeziehungen und Verflechtungen zwischen Strasse und Schiene aber auch zwischen motorisiertem Verkehr und Langsamverkehr beeinträchtigen die Verkehrssicherheit der Verkehrsteilnehmenden. Verschiedene kleinere bauliche Anpassungen wie die Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Gehweganlage oder die in Aussicht genommenen Felsabträge zur Erhöhung der Fahrbahnbreite im Bereiche zwischen der Theologischen Hochschule bis zur Stadtgrenze dulden keinen Aufschub.

Die im Vorstoss angesprochene und in der Vergangenheit bereits geprüfte Hochbrücke über die Plessur ab Araschgerrank nach Maladers würde das Stadtgebiet vom Durchgangsverkehr zweifelsfrei erheblich entlasten. Mit der Reduktion der Verkehrsmenge würde die problematische Verkehrssituation entschärft.

Die Regierung beurteilt die Hochbrücke über die Plessur als langfristig prüfenswerte Alternative zu einem Ausbau der Schanfiggerstrasse im städtischen Bereich. Die gegenwärtig verfügbaren Unterlagen lassen indessen keinen aussagekräftigen Vergleich über Machbarkeit, Auswirkungen und Kosten zu.
Die Regierung ist somit bereit, den Auftrag entgegenzunehmen und das Tiefbauamt mit der Ausarbeitung einer Machbarkeits- und Vergleichsstudie zu beauftragen.

Datum: 6. Juli 2005