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Restwassersanierung Graubünden (Stand März 2020)

Bachlauf mit Restwassersanierung
 

Das eidgenössische Gewässerschutzgesetz (GSchG) verlangt, sämtliche Wasserentnahmen von bestehenden Nutzungen zu untersuchen und allfällige Sanierungsmassnahmen umzusetzen (vgl. Art. 80 ff. GSchG).

Das Amt für Natur und Umwelt hatte von den im Jahre 1992 bestehenden 218 Wasserfassungen deren 62 als sanierungsbedürftig eingestuft.

Im November 2009 hatte die Regierung nach Abschluss umfangreicher Abklärungen und unter einer sorgfältigen Güterabwägung die Misoxer Kraftwerke AG im Sinne eines Pilotfalls verpflichtet, die Restwassersituation in der Moesa mittels Dotierwasserabgaben an der Fassung Curina zu verbessern. Gegen den Sanierungsentscheid der Regierung wurde zunächst Beschwerde beim Verwaltungsgericht und danach beim Bundesgericht erhoben. Das Bundesgericht hat mit Urteil vom 15. November 2012 die Beschwerde weitgehend gutgeheissen. Gestützt auf diesen Entscheid müssen die Sanierungslösungen überarbeitet werden.

Von den heute im Kanton bestehenden 231 Wasserfassungen zur Wasserkraftproduktion

  • erfüllen infolge Neukonzessionierung deren 61 die Bestimmungen gemäss Art. 31 ff. GSchG - die Produktion dieser Werke beträgt insgesamt 761 GWh bzw. 9.6%;
  • bestehen für 148 weitere Wasserfassungen durch die Regierung verfügte Sanierungslösungen - die Produktion dieser Werke beträgt 6576 GWh bzw. 82.7%;
  • sind noch für 22 Wasserfassungen, welche eine Produktion von 612 GWh bzw. 7.7% auf sich vereinigen, Sanierungslösungen zu finden.

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