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Fische


In der Fischtreppe bei KW Reichenau nachgewiesene Bodensee-Seeforelle (Rheinlanke)

Das Bundesgesetz über die Fischerei (BGF) bezweckt u.a. "die natürliche Artenvielfalt und den Bestand einheimischer Fische, Krebse und Fischnährtiere sowie deren Lebensräume zu erhalten, zu verbessern oder nach Möglichkeit wiederherzustellen" (BGF Art. 1). Diesem Grundsatz folgt auch das kantonale Fischereigesetz in seinem Zweckartikel (KFG Art. 2). Die Umsetzung dieser fischereirechtlichen Grundsätze obliegt dem Amt für Jagd und Fischerei (AJF) als zuständige, Kantonale Fachstelle für die Fischerei (KFG Art. 32).

Im Kanton Graubünden sind die zwei vorkommenden Krebsarten (Dohlenkrebs, Edelkrebs) sowie folgende Fischarten geschützt: Nase, Strömer, Bartgrundel; Groppe.

Die Bodensee-Seeforelle sowie die Äsche sind zwar fischereilich nutzbar, doch werden bei diesen Arten aktive Massnahmen getroffen um den Bestand zu sichern. Während die Bestandes-Sicherung bei der Seeforelle auch eine aktive Bewirtschaftung umfasst, beschränken sich die Massnahmen bei der Äsche auf eine Verbesserung des Lebensraumes. Insbesondere im Engadin, wo die höchstgelegene Äschenpopulation Europas beheimatet ist, die zugleich auch von nationaler Bedeutung ist, konnten erhebliche Lebensraum-Verbesserungen umgesetzt werden. Insbesondere das Habitats-Angebot für Laichgründe und Jungäschen wurde durch die Revitalisierung des Inns im Bereich Samedan erheblich verbessert. 


Abschnitt des revitalisierten Inn bei Samedan


Jungäsche in einem neu gestalteten Flussabschnitt. Photo: Peter Rey, Hydra

Das Artenschutzprogramm bei der Bodensee-Seeforelle, oder Rheinlanke wie sie in der Region genannt wird, blickt auf eine mehr als 25-jährige Geschichte zurück. Die Probleme und Anstrengungen rund um die Bestandes-Sicherung der Rheinlanke wurden von der Arbeitsgruppe Wanderfische der IBKF (Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei) aufgearbeitet und publiziert.

Jahresberichte - Fischaufstieg Kraftwerk Reichenau

Weiterführende spannende Informationen zur Seeforelle finden Sie unter Publikationen


Seeforellenprogramm der IBKF_2005