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Bewirtschaftung

Konzept „Fischerei 2000+“

Die Aufgabe der Fischerei besteht darin, die Fischfauna und deren Lebensräume zu erhalten und zu verbessern sowie eine nachhaltige Nutzung des Fischbestandes durch die Angelfischerei zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, hat das Amt für Jagd und Fischerei auf Grundlage des bestehenden Konzepts „Fischerei 2000“ aus dem Jahr 1994 neu das Konzept „Fischerei 2000+“ erarbeitet. Dieses Konzept gilt seit 2006 als Grundlage für die Fischerei im Kanton Graubünden. Wesentliche darin festgehaltene Grundsätze beinhalten insbesondere die Themen „Bewirtschaftung“, „Schutz und Pflege der Lebensräume“, „Fischereiliche Nutzung“ und „Öffentlichkeitsarbeit“.

 

Die Bewirtschaftung der Gewässer ist gemäss Konzept „Fischerei 2000+“ darauf auszurichten, dass einerseits die natürliche Artenvielfalt und der Bestand einheimischer Fische und Krebse erhalten, verbessert oder nach Möglichkeit wiederhergestellt wird und anderseits ein nachhaltiger Ertrag erzielt werden kann. Grundvoraussetzung für gute und gesunde Fischbestände bilden intakte Lebensräume. Bevor ein Fischbesatz durchgeführt wird, sind daher alle Möglichkeiten zur Lebensraumverbesserung auszuschöpfen. In erster Linie soll nämlich das vorhandene Potential an natürlicher Reproduktion ausgenützt werden. Ein Besatz erfolgt nur dort, wo die natürliche Fortpflanzung ungenügend ist und kein nachhaltiger Fangertrag gewährleistet werden kann. Angestrebt wird somit ein bedarfsgerechter, den lokalen Gewässerverhältnissen angepasster und ökologisch orientierter Fischbesatz. Die dafür erforderlichen Jungfische werden in sieben kantonalen Fischzuchtanstalten produziert. Die Gewinnung des Fischlaichs erfolgt hauptsächlich von Wildfischen aus dem regionalen Einzugsgebiet. Damit werden beim Fischbesatz auch die genetischen Aspekte mitberücksichtigt.

Fischerei_2000+ und Anhänge

Besatzstrategie 2020
Neue Erkenntnisse zum Erfolg fischereilicher Besatzmassnahmen (Literatur und eigene Erfolgskontrollen) sowie eine ausgiebige Aufarbeitung der Besatz- und Fangdaten seit Beginn der Dokumentation (1969 bzw. 2002) haben dazu geführt, die bisherige Besatzstrategie zu überdenken. In Form von Workshops wurde amtsintern und auch öffentlich das Thema Fischbesatz in den Jahren 2012 & 2013 kontrovers diskutiert.

Im Zuge dieses Prozesses, ist man zum Schluss gekommen, den regionalen fischereilichen und gewässerspezifischen Aspekten und Besonderheiten mehr Rechnung zu tragen. Folglich wurden nebst einer übergeordneten, eher allgemein gehaltenen, kantonalen Besatzstrategie, auch sieben regionale Besatzkonzepte erarbeitet.

Es war ein Anliegen des Amt für Jagd und Fischerei (AJF), aber auch Wunsch der Fischer, bei der Verabschiedung der regionalen Besatzstrategien mitzuwirken. Das AJF lud daher zu sieben regionalen Besatzworkshops ein, bei denen sich mandatierte Vertreter der regionalen Fischereivereine aktiv einbringen konnten. Um den Austausch zwischen Verwaltung und Fischereivereinen bezüglich regionaler Besatzpolitik auch künftig aufrecht zu erhalten, wurden sieben regionale Besatzkommissionen gebildet.

Kantonales Besatzkonzept
Besatzstrategie 2020_kantonal

Regionale Besatzkonzepte
I_Besatztrategie_2020_Vorderrhein
II_Besatzstrategie_2020_Hinterrhein und Alpenrhein
III_Besatzstrategie_2020_Landquart und Albula und Landwasser
IV_Besatzstrategie_2020_Inn Oberengadin und Maira
V_Besatzstrategie_2020_Inn Unterengadin und Rom
VI_Besatzstrategie_2020_Poschiavino
VII_Besatzstrategie_2020_Hinterrhein Rheinwald, Moesa und Calancasca

Besatzlisten
Besatz_Fliessgewässer
Besatz Fliessgewässer

Planerfüllung Fliessgewässer

Besatz Seen
Besatz Seen

Planerfüllung Seen