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Monatsbericht Grossraubtiere Juni 2020

Zusammenfassung
In verschiedenen Regionen in Graubünden ist es zu weiteren Nutztierrisse durch Wölfe gekommen. Am stärksten betroffen ist nach wie vor die Surselva. Weiter sind diverse Luchsnachweise und eine Bärenbeobachtung durch das Amt für Jagd und Fischerei GR erfasst worden. Momentan ist nicht bekannt, ob Goldschakale in Graubünden unterwegs sind.

Nutztierrisse
Im Juni 2020 sind auf dem Kantonsgebiet neun Fälle registriert worden, bei denen einzelne oder mehrere Grossraubtiere Nutztiere gerissen haben. Im Ganzen sind bei diesen Angriffen 40 Schafe durch Wölfe getötet worden. Die Hälfte dieser gerissenen Tiere war durch Herdenschutzhunde und/oder Elektrozäune geschützt. Alle Nutztierrisse gehen auf das Konto von Wölfen. Die Luchse und der einzelne Bär verhielten sich sehr unauffällig.

Im Jahr 2020 sind damit bis jetzt knapp 85 Nutztiere durch Wölfe gerissen worden.

Weitere Grossraubtiernachweise
Wolfsnachweise gelangten täglich an die Wildhut und wurden dementsprechend erfasst. Fast 70 Erfassungen waren es im Juni. Momentan stammen die meisten Beobachtungen aus der Surselva, besonders aus dem Revier des Val Gronda Rudels. Weitere Sichtungen stammen aus der Region Surses und aus Zernez und Umgebung.

Luchsnachweise sind seltener als Wolfnachweise. Knapp zehn wurden im Juni erfasst. Auch diese Nachweise stammen zum grössten Teil aus der Surselva.

Ein Bär ist Anfangs Juni am Ofenpass beobachtet worden. Seit dieser Erfassung ist das Tier nicht mehr gesichtet worden.

Hinweise auf Goldschakale im Kanton Graubünden hat das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden im Juni keine registriert.