Seiteninhalt

Pferdevorfall in Obersaxen: verendetes Pferd pathologisch untersucht

Am 11. Juli 2020 wurde unterhalb Affeier in Obersaxen festgestellt, dass in der Nacht von Freitag auf Samstag vier Pferde aus einer eingezäunten Weide ausgebrochen waren. Ein Pferd lag verendet auf einer nahegelegenen Wiese und wies an der rechten Schulter und an der Oberlippe Schürfwunden auf. Ein weiteres Pferd mit mehreren äusseren schweren Verletzungen musste ans Tierspital in Zürich gebracht werden. Da sich die vier Pferde im Streifgebiet von Wölfen aufhielten, hat nebst dem Tierarzt auch die Wildhut des Amts für Jagd und Fischerei die Situation vor Ort beurteilt. Obschon das verendete Pferd äussere Verletzungen aufwies, konnte kein direkter Hinweis auf eine Verletzung oder sogar Tötung durch einen Wolf festgestellt werden. Vor Ort wurden dennoch Proben für eine DNA-Untersuchung sichergestellt. Auf der Weide und in der unmittelbaren Umgebung konnten keine Wolfsnachweise gefunden werden. Das verendete Tier wurde zur pathologischen Untersuchung dem Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit zugeführt. Der Befund des ALT: "Eine klare Diagnose betreffend Todesursache konnte aufgrund der Sektionsbefunde nicht gestellt werden. Die vorgefundenen Verletzungen sind nicht auf einen Wolfsangriff zurückzuführen." Weshalb die Tiere aus der umzäunten Weide ausgebrochen sind und weshalb ein Tier verletzt und eines sogar verendet ist, wird abgeklärt.