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Zweck der Inventur

Warum braucht es eine Waldinventur?

Der Kanton Graubünden ist zu 30% bewaldet. Damit er alle von uns erwarteten Leistungen nachhaltig erfüllen kann muss er geschützt und gepflegt werden. Als Entscheidungsgrundlage für den Forstdienst, für Politiker und die gesamte Öffentlichkeit müssen objektive Informationen vorliegen. Viele dieser Grundlagen liefert die Waldinventur.

Die Waldinventur erfasst periodisch den Zustand und die Veränderungen des Bündner Waldes in all seinen Funktionen. Im Bereich der Holzproduktion können z. B. folgende Fragen beantwortet werden:

Diagramm mit grösser werdenden Balken bei zunehmender Jahreszahl
Wie viel Wald haben wir im Kanton und wie stark ist die Zu- oder Abnahme?

Wald mit gedrängt stehenden Bäumen
Wie hoch ist der Holzvorrat pro Baumart und wie hat er sich verändert?

Stammscheibe mit Jahrringen
Wie viel Holz wächst in einem Jahr nach?

Holzpolder
Wie viel Holz wurde genutzt?

Statistisch verlässliche Aussagen sind für die einzelnen Waldregionen und für grössere Forstbetriebe möglich. Die ersten Aufnahmen erfolgten 1996. 2010 wurden die Erstaufnahmen abgeschlossen. Seit 2011 läuft die Zweitaufnahme. Stand der Inventur


Aufnahmemethode


In Graubünden stocken ungefähr 79 Mio. Bäume, alle diese einzeln zu beurteilen wäre eine undurchführbare Arbeit. Angenommen es braucht 30 sec um einen Baum zu messen, so braucht eine Person 75 Jahre um alle zu messen. Die Waldinventur Graubünden basiert deshalb auf systematischen Stichproben in einem 500 x 500 m Netz. Eine Stichprobe von 500 m2 repräsentiert 25 ha Wald.

Die wichtigsten erhobenen Merkmale sind:

  • Der Waldentscheid (handelt es sich um Wald oder nicht).
  • Die Dicke der Bäume auf 1.3 m Höhe innerhalb des Stichprobenfläche. Daraus kann das Volumen des Baumes berechnet werden.
  • Die Baumart und Schäden am Baum.
  • Angaben zur Verjüngungssituation und zur Bestandesstabilität.
  • Ökologische Merkmale (Totholz, Asthaufen, Feucht- und Trockengebiete, geomorphologische Objekte etc.).