Zum Seiteninhalt

Projekt Wasserbeschaffung Caumasee kann realisiert werden

Das Projekt des Kantons für die Wasserzuführung in den Caumasee aus dem Platt Alva Bach kann realisiert werden. Für eine Begutachtung des Projektes und seiner Auswirkungen wurde ein unabhängiger Experte beigezogen, dessen Empfehlungen vom Kanton umgesetzt werden. Die Umweltschutzorganisationen haben ihre Einsprache zurückgezogen.
 
Aufgrund der Einsprache von WWF und Pro Natura wurde von den Parteien ein unabhängiger Experte eingesetzt, welcher zusätzliche Untersuchungen für das Projekt zur Sanierung des Caumasees durchgeführt hat. Im kürzlich abgelieferten Schlussbericht kommt Prof. Dr. Simon Löw von der ETH Zürich zum Schluss, dass die vorgeschlagene Lösung für die Wasserbeschaffung für den Caumasee sowohl eine zweckmässige als auch eine geeignete Lösung darstelle. Die vorgenommenen Untersuchungen werden als zweckdienlich, zielführend und ausreichend angesehen. Gleichzeitig gab der Experte aber Empfehlungen ab, welche im Rahmen der Umsetzung des Projektes berücksichtigt werden. Um die Wasserqualität des Caumasees langfristig zu gewährleisten, sind vorgängig Untersuchungen über mögliche Nährstoffquellen (Phosphat) im Einzugsgebiet des Platt Alva Baches und des Flem durchzuführen. Die Einleitung des zuzuführenden Wassers wird zudem so konzipiert, dass auf mögliche Veränderungen der Wasserqualität des Caumasees sofort reagiert werden kann. Zu diesem Zweck werden insbesondere auch die Trübung und die Temperatur des Caumasees ständig überwacht.
 
Gestützt auf die Feststellungen des Experten und die Zusage des Kantons, dessen Empfehlungen umzusetzen, zogen die Umweltschutzorganisationen ihre Einsprache gegen das Projekt zurück, womit dieses nun genehmigt und umgesetzt werden kann. Die Parteien kommen zum Schluss, dass damit eine erfolgversprechende Lösung zur Sicherung des Wasserspiegels des Caumasees gefunden werden konnte.
 
Im Oktober 2002 wurde im Rahmen der Bauarbeiten für den Umfahrungstunnel Flims im Tunnelinneren eine Karströhre angeschnitten. In der Folge musste ein Rückgang des unterirdischen Wasserzuflusses am Caumasee und an weiteren Gewässern festgestellt werden. Im Auftrag der Gemeinde Flims und des Kantons prüfte das für solche Fragen spezialisierte Schweizerische Institut für Speläologie und Karstforschung (SISKA), ob ein allfälliger Zusammenhang zwischen dem Tunnelbau und dem Absinken des Spiegels des Caumasees besteht. Über mehrere Jahre hinweg wurde das Grundwasser- und Karstsystem untersucht. Die Spezialisten kamen aufgrund dieser Untersuchungen zum Schluss, dass ein erheblicher Einfluss des Tunnels auf den Wasserstand des Caumasees bestehe. Der Kanton liess daraufhin gestützt auf die Erkenntnisse der Untersuchungen und entsprechend den Empfehlungen des Experten des SISKA in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein Projekt für die Wasserbeschaffung für den Caumasee ausarbeiten. Das Projekt sieht vor, dem Platt Alva Bach und zum Teil dem Flembach während sechs bis acht Wochen im Jahr Wasser zu entnehmen und dieses dem Pultébach zuzuführen, welcher indirekt den Caumasee speist.