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Auszeichnung für das Tiefbauamt Graubünden

Mit dem "Prix Velo Infrastruktur" zeichnet Pro Velo Schweiz zum vierten Mal wegweisende Infrastrukturprojekte für Velofahrende aus. Eingereicht wurden 20 Projekte aus der ganzen Schweiz. Das Tiefbauamt Graubünden erhält für den im letzten Jahr gebauten Veloweg Fideris – Dalvazza einen Anerkennungspreis.
 
Heute Abend findet in Solothurn die Preisverleihung statt, an welcher die Vertreter des Tiefbauamtes Graubünden und des Prättigaus den Anerkennungspreis für den neuen Veloweg Fideris – Dalvazza in Empfang nehmen können. Die aufwendigen Planungs- und Bauphasen dürfen damit nach der Einweihung im Jahr 2011 mit einem weiteren Höhepunkt abgeschlossen werden. Der Hauptpreis geht an die Stadt Basel für eine 55 Meter lange Fuss- und Radwegbrücke aus Stahl und Beton als Erschliessung eines grossen Einkaufszentrums. Einen weiteren Anerkennungspreis erhält die Stadt Biel mit einem flächendeckenden bikesharing-System. 
 
Das Prättigau abseits des Verkehrs mit dem Velo erkunden
Die bisher zwischen Dalvazza und Jenaz über Strahlegg signalisierte Linienführung des Talveloweges 21 war auf Grund der Steigungsverhältnisse für die meisten Radfahrer nicht sehr attraktiv, so dass zumeist der Weg über die Nationalstrasse im Talboden mit engen und unübersichtlichen Kurven gewählt wurde. Dies bedeutete für alle Verkehrsteilnehmenden ein erhebliches Sicherheitsrisiko, denn die Prättigauerstrasse zählt zu den am stärksten befahrenen Strassen des Kantons Graubünden. Dank den neu gebauten 3.6 Kilometern Wegtrassee mit ihren aufwendigen Kunstbauten lässt sich praktisch das ganze Prättigau abseits des motorisierten Verkehrs entlang der wunderschönen Flusslandschaft der Landquart erfahren. Die vielen positiven Rückmeldungen der Radfahrenden und auch der jetzige Anerkennungspreis der Pro Velo Schweiz zeigen, dass dem Tiefbauamt, den beauftragten Ingenieuren und Unternehmern ein rundum überzeugendes Werk gelungen ist.
 
Eine erste Studie für die Trennung des Langsamverkehrs vom motorisierten Verkehr war durch den Regionalverband Pro Prättigau in Auftrag gegeben worden. Das Tiefbauamt Graubünden liess in der Folge das definitive Bauprojekt ausarbeiten und stellte auch die Finanzierung sicher. An die Kosten von rund 4.5 Millionen Franken steuerte der Bund in verdankenswerter Weise 3 Millionen Franken bei.