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Das Projekt graubündenHIKE startet 2015

Graubünden ist für Wanderer seit den Anfängen des Tourismus eines der beliebtesten Ferienziele in der Schweiz. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons Graubünden und damit die Wertschöpfung zu steigern, hat der Kanton – nach dem erfolgreichen und nun auslaufenden Vorgänger graubündenBIKE – in Zusammenarbeit mit einem Tourismusbüro das Konzept graubündenHIKE ausgearbeitet. In der Vernehmlassung bei Ämtern und touristischen Leistungsträgern stiess das Konzept auf breite Zustimmung.
 
Die Regierung hat im vergangenen Herbst das Vorhaben genehmigt und die Fachstelle für Langsamverkehr mit der Umsetzung in Zusammenarbeit mit den touristischen Leistungsträgern des Kantons beauftragt. Die Gesamtkosten werden auf 3.2 Millionen Franken veranschlagt, wobei eine Million von Kanton und Bund beigesteuert wird. Für 600'000 Franken laufen noch Beitragsgesuche bei weiteren Institutionen. 1.6 Millionen Franken sollen durch Eigenleistungen der Projektpartner bei der Massnahmenerarbeitung eingebracht werden.
 
Das Projektkonzept sieht insgesamt 33 Massnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Wandertourismus vor. Diese Massnahmen verteilen sich auf acht Themenbereiche: Wegnetz und Infrastruktur, Transport, Beherbergung und Gaststätten, Guides, Angebot und Services, lokale Wanderkultur, Events sowie Organisation und Vernetzung.
 
Unter anderem wird das kantonale Wanderwegnetz in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Tourismusorganisationen überprüft: Gibt es wichtige und attraktive Wege, die noch nicht signalisiert sind? Welche Wege sind überflüssig und können aus dem Inventar gestrichen werden? Wo können Konflikte verschiedener Nutzergruppen entschärft werden? Durch den Ausbau von destinationsübergreifenden Angeboten werden die Möglichkeiten für mehrtägige Wanderungen verbessert. Zudem sollen wanderspezifische Kooperationen mit nationalen Verbänden und Firmen entstehen. Schliesslich ist auch geplant, zusammen mit Tourismusorganisationen überregionale Wanderanlässe anzustossen.
 
Die erarbeiteten Massnahmen werden umfassend dokumentiert, damit die Projektergebnisse von allen Akteuren im Wandertourismus nachhaltig genutzt werden können.