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Hochwasserschutz Klosters, Folgeprojekt Hochwasser 2005

Bauherr: Gemeinde Klosters-Serneus
 
Ausführung: 2010 – 2015
 
Baukosten: ca. 20 Mio. Franken
 
Projektbeschrieb:
 
Das Unwetter vom August 2005 verursachte in der Gemeinde Klosters-Serneus Schäden von rund 40 Mio. Franken. Der Hauptteil der Schäden wurde durch massive Ablagerungen und Überschwemmungen der Landquart verursacht. Die Gemeinde Klosters-Serneus hatte sich deshalb entschlossen, den Hochwasserschutz an der Landquart zwischen Monbiel und der ARA in Serneus (ca. 8 km) sowie zusätzlich am Schlappinbach zu verbessern. Nebst dem Hochwasserschutz wurde mit dem Projekt insbesondere auch der Natur und dem Landschaftsschutz grosszügig Rechnung getragen. 
 
Kernelement des Projekts bildet der zweistufige Geschiebe- und Holzrückhalt bei Monbiel. Vom Geschieberückhalt Monbiel bis zur Kantonsstrassenbrücke wurde die Landquart verbreitert und gegen unerwünschte Eintiefungen gesichert. Wuhre und Ufermauern wurden erhöht. Die Brücken mussten infolge des breiteren Bachbetts neu gebaut und angehoben werden. Für Ereignisse, welche die festgelegten Ausbaugrössen überschreiten, wurden von der Landquart zurückversetzte Dämme und Mauern sowie Objektschutzmassnahmen vorgesehen, welche ausgeflossenes Wasser in die Landquart zurückleiten respektive Einzelgebäude schützen. Im Innerortsbereich mussten die Uferpromenaden und der Silvrettapark komplett neu gestaltet werden. Die Kantonsstrassenbrücke wurde vom Tiefbauamt Graubünden bereits früher durch eine im Ereignisfall anhebbare Brücke ersetzt. Unterhalb der Kantonsstrasse war eine Verbreiterung des Bachlaufes aufgrund der angrenzenden Gebäuden nicht möglich. Für diese Objekte wurden Objektschutzmassnahmen vorgesehen. 
 
In der Steilstrecke zwischen Talbach- und Schlappinbachmündung wurden die Bachsohle und Ufer (Aussenkurven) stabilisiert. Im Bereich Gulfia (Schlappinbachmündung) wurde das Gerinne grosszügig aufgeweitet und eine zusätzliche Brücke erstellt, was der Landquart mehr Eigendynamik ermöglicht. Unmittelbar ober- und unterhalb dem Bad Serneus entstehen die Revitalisierungen Türlimutz und Walki. Die Schutzmassnahmen werden so platziert, dass sich die Landquart auf diesen beiden Abschnitten eigendynamisch entwickeln kann. Die Brücke zum Bad Serneus musste neu erstellt und angehoben werden. Die Kantonsstrassenbrücke nach Serneus wird vom Tiefbauamt Graubünden neu erstellt und trägt den Bedürfnissen des Hochwasserschutzes Rechnung. Zum Schutz des Gewerbegebietes Walki und des Siedlungsgebietes Usser Au sind von der Landquart zurückversetzte Schutzdämme vorgesehen. Die Sicherheit der ARA Serneus wird durch lokale Objektschutzmassnahmen erhöht.