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Die Bewirtschaftung der Gewässer ist gemäss aktuellem Bewirtschaftungskonzept darauf auszurichten, dass einerseits die natürliche Artenvielfalt und der Bestand einheimischer Fische und Krebse erhalten, verbessert oder nach Möglichkeit wiederhergestellt wird und anderseits ein nachhaltiger Ertrag erzielt werden kann. Grundvoraussetzung für gute und gesunde Fischbestände bilden intakte Lebensräume. Bevor ein Fischbesatz durchgeführt wird, sind daher alle Möglichkeiten zur Lebensraumverbesserung auszuschöpfen. In erster Linie soll nämlich das vorhandene Potential an natürlicher Reproduktion ausgenützt werden. Ein Besatz erfolgt nur dort, wo die natürliche Fortpflanzung ungenügend ist und kein nachhaltiger Fangertrag gewährleistet werden kann. Angestrebt wird somit ein bedarfsgerechter, den lokalen Gewässerverhältnissen angepasster und ökologisch orientierter Fischbesatz. Die dafür erforderlichen Jungfische werden in sieben kantonalen Fischzuchtanstalten produziert. Die Gewinnung des Fischlaichs für das besatzmaterial aber auch die Basis für Muttertiernachzucht erfolgt hauptsächlich von Wildfischen aus dem regionalen Einzugsgebiet. Damit werden beim Fischbesatz auch die genetischen Aspekte mitberücksichtigt.

Besatzstrategie 2025
Neue Erkenntnisse zum Erfolg fischereilicher Besatzmassnahmen (Literatur und eigene Erfolgskontrollen) sowie eine ausgiebige Aufarbeitung der Besatz- und Fangdaten seit Beginn der Dokumentation (1969 bzw. 2002) haben dazu geführt, die Besatzstrategie alle 5 Jahre zu überdenken ist. In Form von Workshops wird so zyklisch, amtsintern als auch öffentlich, das Thema Fischbesatz immer wieder reflektiert und kontrovers diskutiert.
Im Zuge dieses Prozesses, ist man zum Schluss gekommen, den regionalen fischereilichen und gewässerspezifischen Aspekten und Besonderheiten mehr Rechnung zu tragen. Folglich wurden nebst einer übergeordneten, eher allgemein gehaltenen, kantonalen Besatzstrategie, auch sieben regionale Besatzkonzepte erarbeitet.
Es war ein Anliegen des Amts für Jagd und Fischerei (AJF), aber auch Wunsch der Fischer, bei der Verabschiedung der regionalen Besatzstrategien mitzuwirken. Um den Austausch zwischen Verwaltung und Fischereivereinen bezüglich regionaler Besatzpolitik künftig zu garantieren, bestehen seit 2015 diverse regionale Besatzkommissionen.