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Monatsbericht Grossraubtiere Oktober 2020

Zusammenfassung
Mit dem Ende der Alpsaison ist im Kanton Graubünden die Zahl der Übergriffe von Grossraubtieren auf Nutztiere stark zurückgegangen. Die Zahl der beim Amt für Jagd und Fischerei GR eingegangenen Meldungen bezüglich Wolf-, Luchs- oder Bärenbeobachtungen ist demgegenüber ähnlich hoch ausgefallen wie in den vergangenen Monaten. Hinweise zur Anwesenheit von Goldschakalen wurden keine gemeldet.

Nutztierrisse

Im Oktober 2020 wurde dem Amt für Jagd und Fischerei GR zwei Fälle gemeldet, bei denen Schafe durch Wölfe gerissen wurde. Diese Vorfälle ereigneten sich in der Surselva bzw.im Schams. Im Jahr 2020 wurden nach aktuellem Stand insgesamt 222 Nutztierrisse durch Wölfe bestätigt, aufgeteilt in 204 Schafe, 16 Ziegen, ein Kalb und einen Esel.

Wölfe nutzen Kalb
Am 29. Oktober wurde bei Riein oberhalb von Ilanz ein neugeborenes Kalb stark genutzt aufgefunden. Wahrscheinlich haben sich Wölfe daran zu schaffen gemacht. Weitere Abklärungen durch das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit sollen Aufschluss geben, ob das Kalb auch durch Wölfe getötet wurde. Die Herde ist mit einem elektrischen Zaun mit einer Litze eingezäunt. Die Wölfe, welche zu einem späteren Zeitpunkt zurück zum Kadaver kamen, wurden durch die Wildhut vergrämt.

Weitere Grossraubtiernachweise

Zusätzlich wurden dem Amt für Jagd und Fischerei GR im Oktober rund 80 direkte (Sichtung/Geheul) und indirekte (Spur/Kot) Wolfsnachweise gemeldet. Die meisten Meldungen stammen aus der Surselva. Beobachtungen wurden erneut auch in den Regionen Albula, Viamala, Landquart, Rheinwald, Prättigau, Imboden, Engadin und Puschlav gemacht. Zudem ist im Oktober eine Meldung einer Wolfsbeobachtung aus dem Schanfigg eingegangen.

Betreffend Luchs wurden 13 Beobachtungen erfasst. Die Luchsnachweise wurden aus der Surselva, dem Engadin, dem Prättigau, sowie den Regionen Albula und Viamala gemeldet. Zusätzlich ist aus dem Nationalpark eine Meldung von Kratzspuren an einem Baum eingegangen. Diese stammen möglicherweise von einem Braunbären.

Gremium: Amt für Jagd und Fischerei
Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei
Data: 29.10.2020