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Zwischen Juni und September 2021 wurden auf Klosterser Gemeindegebiet nachweislich 31 Schafe durch Wölfe gerissen. Vierzehn dieser Risse fanden in Situationen statt, in welchen Massnahmen zum Schutz der Schafe ergriffen wurden. Gemäss eidgenössischer Jagdverordnung liegt damit ein sogenannt erheblicher Schaden vor, der für den Abschuss von Wölfen vorausgesetzt wird. Genetische Untersuchungen ergaben, dass an den Rissen das Männchen M184 sowie das Weibchen F82 beteiligt waren, welche gemeinsam im Gebiet unterwegs sind. Trotz verschiedenen versuchen, Jungtiere nachzuweisen, ist aktuell nicht bekannt, ob es sich dabei um ein Wolfspaar oder um ein neues Rudel handelt. Jagdrechtlich ist in solchen Situationen von einem Rudel auszugehen, womit die Elterntiere geschützt sind.


Beim Wolf, der in Seewis im Juli ebenfalls über zehn Schafe gerissen hat, handelte es sich um den männlichen Wolf mit der Bezeichnung M182. Dieser wurde genetisch erstmals Ende April 2021 im Sertigtal nachgewiesen, riss Anfang Mai im Oberengadin bei S-chanf mehrere Rothirsche und wurde letztmals im Juli an den gerissenen Schafen bei Seewis als Verursacher festgestellt. Letzte Sichtungen eines einzelnen Wolfs im Gebiet stammen von Ende August. Die Abschussverfügung ist noch bis zum 25. September rechtskräftig.


Auf der Alp Falsch, Gemeinde Trimmis wurde am 4. September ein verletztes Rind begutachtet. Die Verletzungen deuten auf einen Wolf als Verursacher hin. Im Gebiet um Furna und Valzeina wurden in der ersten Hochjagdphase neben verschiedenen Beobachtungen eines einzelnen Wolfs auch zwei Wölfe gemeinsam beobachtet. Eine Reproduktion ist nicht ausgeschlossen, bislang sind jedoch keine Hinweise auf Jungtiere bekannt.