Zum Seiteninhalt

Antritt und Wechsel

Stellenantritt / Stellenwechsel / Kantonswechsel durch EU/EFTA-Staatsangehörige

Die Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen EU/EFTA gelten für das ganze Gebiet der Schweiz (geographische Mobilität). EU/EFTA-Staatsangehörige benötigen keine neue Bewilligung, wenn sie ihren Lebensmittelpunkt in einen anderen Kanton verlegen. Sie müssen sich jedoch bei der zuständigen Einwohnerkontrolle am neuen Wohnort anmelden, da die neue Wohnadresse im Ausländerausweis aufgeführt wird. Dies gilt auch bei einer Adressmutation innerhalb desselben Kantons oder derselben Gemeinde. Bei einer Adressänderung wird ein neuer Ausländerausweis ausgestellt. Dieser ist gebührenpflichtig.

Die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA berechtigt den erwerbstätigen Bewilligungsinhaber oder die erwerbstätige Bewilligungsinhaberin zum Stellen- und Berufswechsel sowie zur Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit (berufliche Mobilität).

Arbeitgeber oder Arbeitgeberinnen haben zur Sicherstellung der lückenlosen Quellenbesteuerung jede Beschäftigung von EU/EFTA-Staatsangehörigen innert 8 Tagen ab Stellenwechsel der kantonalen Steuerverwaltung zu melden.

Stellenantritt / Stellenwechsel / Kantonswechsel von Drittstaatsangehörigen

Drittstaatsangehörige die mit eine Aufenthaltsbewilligung „B" zur Erwerbstätigkeit in der Schweiz zugelassen sind oder im Familiennachzug eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung "B" erhalten haben, sind berechtigt, in der ganzen Schweiz einer Tätigkeit nachzugehen. Dies bedeutet, dass ein Stellenantritt (erstmalige Erwerbstätigkeit nach erfolgtem Familiennachzug) bzw. ein Stellenwechsel (Wechsel zum neuen Arbeitgeber) nicht mehr vorgängig bewilligt werden muss.

Es besteht somit auch bei Staatangehörigen ausserhalb der EG- und EFTA- Staaten, sofern diese über eine B- Bewilligung verfügen, neu eine berufliche und geografische Mobilität.

Der Kantonswechsel sowie der Stellenantritt von Ausländerinnen und Ausländer, die eine Bewilligung aus anderen Gründen (z.B. Aufenthalt zur Aus- und Weiterbildung oder medizinischen Behandlungen, Rentner, Studenten, etc.) erfordert weiterhin die Zustimmung des Amtes für Migration und Zivilrecht Graubünden.

Bis zum definitiven Entscheid der Fremdenpolizei hat der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin den Wohnsitz in seinem bzw. ihrem bisherigen Bewilligungskanton beizubehalten. Der Antrag auf Stellenwechsel oder -antritt bzw. Kantonswechsel ist mit dem Formular "Gesuch Ausländerbewilligung (B1)", einer Passkopie und einem aktuellen Arbeitsvertrag über die Einwohnerkontrolle des zukünftigen Wohnortes der Fremdenpolizei einzureichen.