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Ausstellung der Aufenthaltsbewilligungen

Verfahren zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an EU/EFTA-Staatsangehörige

Die Zulassung und Anwesenheit von EU/EFTA-Staatsangehörigen, ihren Familienmitgliedern und Dienstleistungserbringern wird in der Verordnung über die Einführung des freien Personenverkehrs (VEP) in Verbindung mit den Bestimmungen des Freizügigkeitsabkommens (FZA) geregelt.

Für EU/EFTA-Staatsangehörige kann sowohl ein Inland- wie auch ein Auslandgesuch gestellt werden.

Der Vorteil eines Inlandgesuches besteht darin, dass der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin ohne "Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung" in die Schweiz einreisen kann. Er/sie kann als Tourist oder mit dem Aufenthaltszweck "auf Stellensuche" in die Schweiz einreisen. Sofern der Ausländer oder die Ausländerin den Aufenthalt in der Schweiz selbst finanziert, ist ein Aufenthalt von weniger als drei Monaten nicht bewilligungspflichtig.

Erfolgt die Einreise zwecks Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, muss sich der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin mit dem beidseitig unterzeichneten Gesuchsformular und einer Kopie des Passes oder der Identitätskarte bei der Wohnortsgemeinde anmelden. Sobald das Gesuch vollständig bei der zuständigen Behörde deponiert worden ist, kann der Ausländer oder die Ausländerin die Arbeit aufnehmen. Die Fremdenpolizei überprüft das Gesuch und stellt die beantragte Bewilligung aus, sofern keine Ablehnungsgründe seitens der Fremdenpolizei vorliegen.

Im Falle eines Auslandgesuches muss der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin das Gesuch direkt bei der Fremdenpolizei einreichen. Kann dem Gesuch entsprochen werden, erhält der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin eine "Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung", mit welcher der Ausländer oder die Ausländerin in die Schweiz einreisen kann.

Nach erfolgter Einreise muss der Ausländer oder die Ausländerin ein weiteres Gesuchsformular (A1) ausfüllen, welches von der zuständigen Einwohnerkontrolle visiert werden muss. Für die Anmeldung bei der Einwohnerkontrolle muss das Gesuchsformular, die Originalzusicherung und eine Kopie des Passes oder der Identitätskarte beigelegt werden.

Aufenthalte ohne Erwerbstätigkeit für EU/EFTA-Staatsangehörige

Personen, welche ohne eine Erwerbstätigkeit dauernd oder vorübergehend in der Schweiz Wohnsitz nehmen möchten, haben Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, sofern sie für sich und ihre Familienangehörigen über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Zudem müssen sie in der Schweiz ausreichend gegen Krankheit und Unfall versichert sein.

Aufenthaltsbewilligung für Drittstaatsangehörige

Die Zulassung und Anwesenheit von Drittstaatsangehörigen (Angehörige von Staaten, die nicht Mitglied der EU/EFTA sind) wird im Bundesgesetz über Ausländer und Ausländerinnen und über die Intergration (AIG) und in der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) geregelt.

Aufenthaltsbewilligungen an Drittstaatsangehörige werden nur in Ausnahmefällen erteilt, wenn es sich um qualifizierte Arbeitskräfte handelt oder besondere Gründe eine Ausnahme rechtfertigen. Gesuche um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen an Drittstaatsangehörige sind näher zu begründen; insbesondere ist darzulegen, worin die Ausnahmesituation besteht.