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Grenzgängerbewilligung

Allgemein

Wer als Grenzgänger oder Grenzgängerin eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz ausüben will, braucht eine Grenzgängerbewilligung. Grenzgängerbewilligungen werden an Personen mit Wohnsitz im Grenzgebiet erteilt und sind nicht kontingentiert. Die Grenzzonen sind für die EU-27 Staatsangehörigen nicht mehr massgebend, d. h. diese Ausländerinnen und Ausländer können in der ganzen Schweiz als Grenzgänger tätig sein. Das Gesuch ist mit dem Formular "Gesuch Ausländerbewilligung (A1)" bei der Gemeinde, in der der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin sein/ihr Domizil hat, einzureichen.

Ausländer oder Ausländerinnen aus Drittstaaten erhalten nur in Ausnahmefällen eine Grenzgängerbewilligung.

Grenzzonen

Gestützt auf das Abkommen zwischen der Schweiz und der Republik Österreich über den Grenzübertritt von Personen im kleinen Grenzverkehr gelten folgende Grenzzonen:

Kanton Graubünden

Die Bezirke Plessur, Imboden, Landquart, Prättigau/Davos, sowie das Engadin, das Münstertal und die Gemeinde Samnaun.

Republik Österreich

das Land Vorarlberg und der politische Bezirk Landeck.

Gestützt auf den Bundesbeschluss über die Genehmigung des zwischen Italien und der Schweiz vereinbarten Abkommens erstreckt sich die Zone des kleinen Grenzverkehrs auf einem Gebietsstreifen von je 20 km diesseits und jenseits der Landesgrenze.

Sie umfasst:

auf Bündner Seite

die Bezirke Moesa, Hinterrhein, Maloja, Bernina, Inn, Münstertal und den Kreis Oberhalbstein.

auf italienischer Seite

die ganze Provinz Sondrio (Veltlin), einen 20 km langen Streifen längs der Landesgrenze der Provinz Como, den Stelviopass mit dem Val Trafoi sowie das Val Venosta vom Reschenpass bis Spondigna.

Verfahrensweg

Das Gesuch ist mit dem Formular "Gesuch Ausländerbewilligung (A1)" bei der Gemeindeverwaltung am Wohnsitz des Arbeitgebers oder Arbeitgeberin bzw. am Sitz der Geschäftsniederlassung einzureichen. Nach Einreichung des vollständigen Gesuches kann der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin die Arbeit aufnehmen.  

Grenzgänger/innen als Wochenaufenthalter

Grenzgänger oder Grenzgängerinnen müssen nicht jeden Tag an ihren Wohnort im Ausland zurückkehren. Sie können wählen, ob sie täglich ausreisen oder ob sie sich als Wochenaufenthalter in der Schweiz aufhalten wollen. Grenzgänger oder Grenzgängerinnen, die nur wöchentlich an ihren ausländischen Wohnsitz zurückkehren, haben dies bei der Einwohnerkontrolle am Arbeitsort und - sofern nicht identisch - am Wochenaufenthalterort anzumelden. Im Ausländerausweis werden nur der Arbeitgeber und die Wohnadresse im Ausland eingetragen. Die Adresse als Wochenaufenthalter bleibt unberücksichtigt.

Verlängerung der Grenzgängerbewilligung

Das Verlängerungsbegehren ist mit dem Formular "Gesuch Ausländerbewilligung (A1)" über die Einwohnerkontrolle am Wohnort des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin bzw. am Sitz der Geschäftsniederlassung einzureichen.

Grenzgängerbewilligungen mit unterjährigen Arbeitsverhältnissen werden lediglich für die Dauer der im Gesuch angegebenen Zeit ausgestellt. Können die Ausländer oder Ausländerinnen ganzjährig beschäftigt werden, erhalten sie nach Vorweisung einer Arbeitgeberbestätigung eine Grenzgängerbewilligung für fünf Jahre. Beidseitig unterzeichnete Gesuchsformulare werden als Arbeitgeberbestätigungen akzeptiert.

Stellenwechsel

Grenzgänger oder Grenzgängerinnen, die ihren Arbeitsort bzw. ihren Arbeitgeber oder ihre Arbeitgeberin während der gültigen Bewilligungsdauer wechseln, müssen den Wechsel der Einwohnerkontrolle am Ort der Geschäftsniederlassung des neuen Arbeitgebers oder Arbeitgeberin melden.