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Niederlassungsbewilligung

Themen:

  • Allgemein
  • Erteilung an EU-EFTA-Staatsangehörige
  • Erteilung an Drittstaaten
  • Vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung 
  • Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung
  • Kantonswechsel für Personen mit Niederlassungsbewilligung
  • Erlöschen der Niederlassungsbewilligung

Allgemein

Die Niederlassungsbewilligung (Art. 34 des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer und über die Intergration [AIG]), wird vom Freizügigkeitsabkommen (FZA) nicht erfasst. Die Ansprüche und Wartezeiten zur Erteilung dieser Bewilligungsart ergeben sich aus den mit den einzelnen Ländern abgeschlossenen Niederlassungsvereinbarungen. Falls keine Niederlassungsvereinbarung existiert, wird über die Erteilung oder Verweigerung der Niederlassungsbewilligung gestützt auf Art. 96 AIG (freies Ermessen) entschieden.

Vor Erteilung einer Niederlassungsbewilligung muss in jedem Fall das Verhalten des Ausländers oder der Ausländerin eingehend überprüft werden (Art. 60 der Verordnung über die Zulassung Aufenthalt und Erwerbstätigkeit; VZAE).

Erteilung der Niederlassungsbewilligung an Staatsbürger/Staatsbürgerinnen der Europäischen Union (EU)

Die Erteilung der Niederlassungsbewilligung an Staatsangehörige der EU erfolgt in der Regel nach einem ununterbrochenen und ordentlichen Aufenthalt von fünf Jahren. Unter einem ordentlichen Aufenthalt ist die Anwesenheit mit einer immer wieder verlängerbaren Daueraufenthaltsbewilligung zu verstehen. Bestimmte Daueraufenthalte, wie beispielsweise als Student/in, Schüler/in, Kuraufenthalter/in, medizinische Aufenthalte, Besuchsaufenthalte, usw., sind zweckgebunden und nur vorübergehender Natur. Sie gelten nicht als ordentlicher Daueraufenthalt.

Die Staatsangehörigen der neuen EU-10 Staaten inklusive Bulgarien und Rumänien sowie Malta und Zypern können erst nach zehn Jahren die Niederlassungsbewilligung beantragen.

Erteilung der Niederlassungsbewilligung an Drittstaatsangehörige

Die Erteilung der Niederlassungsbewilligung an Drittstaatsangehörige erfolgt in der Regel nach einem ununterbrochenen und ordentlichen Aufenthalt von zehn Jahren. Unter einem ordentlichen Aufenthalt ist die Anwesenheit mit einer immer wieder verlängerbaren Daueraufenthaltsbewilligung zu verstehen. Bestimmte Daueraufenthalte, wie beispielsweise als Student/in, Schüler/in, Kuraufenthalter/in, medizinische Aufenthalte, Besuchsaufenthalte, usw., sind zweckgebunden und nur vorübergehender Natur. Sie gelten nicht als ordentlicher Daueraufenthalt. Ist die Ehefrau oder der Ehegatte des ausländischen Ehepartners/in Schweizer Bürger oder im Besitze der Niederlassungsbewilligung kann sich die Wartefrist vom 10 Jahren auf 5 Jahre verkürzen.

Vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung

Bei nachweislicher, besonders guter Integration (sehr gute Sprachkenntnisse, Erwerbstätigkeit, Teilnahme am Stadt-/Dorfgeschehen, Vereinsmitgliedschaft, usw.) kann Drittstaatsangehörigen die Niederlassungsbewilligung bereits einem ordentlichen Aufenthalt von fünf Jahren erteilt werden.

Die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung vor Ablauf eines fünfjährigen ordentlichen Aufenthaltes ist weder im Gültigkeitsbereich des Freizügigkeitsabkommens noch bei Drittstaaten möglich.

Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung 

In besonderen Fällen hat das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden (AFM) die Möglichkeit, auf Gesuch hin, die Niederlassungsbewilligung vor einer geplanten Ausreise bis zu vier Jahren aufrechtzuerhalten. Ein Anspruch auf Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung besteht nicht.

Kantonswechsel für Personen mit Niederlassungsbewilligung

Grundsätzlich besteht für in der Schweiz niedergelassene Personen ein Anspruch auf Kantonswechsel, sofern keine Widerrufsgründe gestützt auf Art. 63 und 62 des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer und über die Intergration (AIG) vorliegen. Es empfiehlt sich daher, vor Zuzug in den Kanton Gaubünden den Kantonswechsel von unserem Amt prüfen zu lassen.

Erlöschen der Niederlassungsbewilligung

Die Niederlassungsbewilligung erlischt gemäss Art. 61 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer und über die Intergration (AIG) mit der Erteilung einer Bewilligung in einem anderen Kanton, mit der Ausweisung, durch Abmeldung oder wenn sich der Ausländer oder die Ausländerin länger als sechs Monate im Ausland aufhält (lit. c).