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Justizvollzugsanstalt Sennhof

Der Strafvollzug im Sennhof nahm im April 1817 seinen Anfang. Damals erwarb der Kanton die Liegenschaft und errichtete ein eigenes Zucht- und Arbeitshaus. Im Zuge der Reformen im Strafvollzug wurde das Gebäude immer wieder umgebaut und durch Zusatzbauten erweitert. Nach jeder Umbauphase bemängelte man schon nach kurzer Zeit wieder die Platzverhältnisse, sei es für Insassen, die Mitarbeitenden oder die im gleichen Gebäude wirkende Staatsanwaltschaft. Dank der letzten umfassenden Sanierung 1991 und 1992 konnte der Sennhof das 200-jährige Bestehen im Jubiläumsjahr 2017 feiern. Doch die Tage der Justizvollzugsanstalt in Chur waren gezählt. Das Bündner Tagblatt titelte am 15. August 2019, dass "Ein mit Wehmut verbundener Abschied" bevorsteht, denn nach dem Beschluss des Grossen Rats am 9. August 2015 baute das Bau, Verkehrs- und Forstwirtschaftsdepartement innert 3 Jahren die neue Justizvollzugsanstalt Cazis Tignez. Mit der Schlüsselübergabe ans Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit wurde der Grundstein für die Schliessung des Sennhofs gelegt. Am 12. Februar 2020 zogen die Insassen in die neue Justizvollzugsanstalt um. Die angekündigte Schliessung des Sennhofs war realisiert.

RTR - Cuntrasts: Dal Sennhof a Tignez – ina praschun fa midada – mit deutschem Untertiteln

Wie geht es nun weiter mit dem Sennhof?

Mit einem Investorenwettbewerb hat der Kanton nach verschiedenen Lösungsansätzen gesucht. Das Projekt "Kontinuum" hat gewonnen. Es führt die bestehende Gebäudestruktur weiter und fügt sich in die Altstadt ein. Es soll günstiger Raum für Gewerbe, Kultur, Studenten und ein genossenschaftliches Wohnen realisiert werden.