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Geschichte JVA Sennhof

1603
Hans Jacob Wegerich von Ernau (1562 – 1606), Rat der Stadt und Münzmeister des Bischofs, erbaut den Sennhof. Der Sennhof dient als Wohnhaus sowie zu landwirtschaftlichen Zwecken, zeitweise als Seifenfabrik.

1817
Der Kanton kauft für ca. Fr. 40'000.- die Liegenschaft Sennhof und nimmt sie als "Zuchtanstalt" in Betrieb. Der erste kantonale Verhörrichter, Baron Heinrich von Mont, tritt seinen Dienst an, mit Amtssitz im Sennhof.

1830
Das sogenannte gelbe Blockhaus wird erstellt, das bereits 1842 schwer kritisiert wird und trotzdem bis 1949 noch in Betrieb steht.

1866
Erstellung des Inquisitenhauses (für Untersuchungshäftlinge) entlang der Sennhofstrasse.

1934
Um- und Ausbau des Sennhofs, Gebäudeerweiterungen.

1949
Stilllegung des in schlechtem baulichen Zustand befindlichen Blockhauses, da es den Anforderungen für den Vollzug in keiner Weise mehr genügt.

1963
Abbruch des Blockhauses. Der Grosse Rat bewilligt Fr. 1.06 Mio. für den Um- und Ausbau des Sennhofs.

1964
Zwischen dem alten Turm der ehemaligen Stadtbefestigung und dem Inquisitentrakt wird ein neues, leicht geschweiftes Zellengebäude vollendet; der Turm erfährt eine Innenrenovation (Kapelle, Bibliothek). Der Bürotrakt der Staatsanwaltschaft wird erweitert und aufgestockt. Mehr Büroraum und eine Wohnung für den Leiter der Strafanstalt sind die Folge. Die Regierung unterstellt den Betrieb der Strafanstalt der Staatsanwaltschaft.

1969/1971
Renovation des Magazingebäudes. Einrichtung von Arbeitswerkstätten für die Insassen sowie von Freizeiträumen.

1972/1973
Errichtung von Mehrzweckräumen für die handwerklichen Betriebe. Büroeinbau für die Verwaltung Sennhof, neuer Aufenthaltsraum für Insassen, zwei zusätzliche Frauenzellen.

1984 (September)
Abbruch des Betriebsgewerbegebäudes und Baubeginn (Neubau Betriebswerkstätten und 11 Zellen für die Halbgefangenschaft, Kosten 4 Mio.)

1986 (November)
Aufrichtefest

1991
Um- und Ausbauarbeiten im alten Gebäude entlang der Sennhofstrasse. Neuerstellung einer Frauenabteilung mit entsprechenden Arbeits- und Aufenthaltsräumen. Neubau Männerabteilung für den Strafvollzug, Sicherheitsabteilung, Sicherheitszentrale, Sekretariat, Aufenthaltsräume für Insassen, neue Anstaltsküche, Spazierhof, Seminarraum, Lift.

1992 (Dezember)
Ende der Bauarbeiten (Kosten 8 Mio.)

1993
Inbetriebnahme der Halbgefangenschaftsabteilung in Silvaplana.
(4 Plätze)

1995
Die Strafanstalt Sennhof wird organisatorisch von der Bündner Staatsanwaltschaft abgetrennt und in eine selbständige Dienststelle umgewandelt.

1996
Inbetriebnahme der Halbgefangenschaft Wagnergasse in Chur mit 19 Insassen-Plätzen.

1998
Renovation und Umzug der Halbgefangenschaftsabteilung in Silvaplana.

2003
(November) Eröffnung der neuen Abteilung Vorbereitungs- und Ausschaffungshaft, 20 Plätze.

2007
Die JVA Sennhof wird in das neu geschaffene Amt für Justizvollzug integriert.

2012
Einführung von BiSt Bildung im Strafvollzug.
Einführung eines Gesundheitsdienstes mit Fachpersonal.

2013
Aufhebung der Halbgefangenschaft.

2019
Aufhebung der Ausländerrechtlichen Administrativhaft

2020
Auflösung der Justizvollzugsanstalt Sennhof. Bezug der Justizvollzugsanstalt Cazis Tignez