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CoronaComm

Zivilschützer beim Einsatz mittels Computer

Die ersten Massnahmen des Bundes zur Eindämmung des Coronavirus warfen in der Bevölkerung, aber auch bei Unternehmen, Schulen und Medien viele Fragen auf. Damit schlug die Geburtsstunde der Kommunikationsdrehscheibe "CoronaComm". Deren Ziel war, die vielen Anfragen, die beim Kanton eingingen, faktenbasiert, synchronisiert und koordiniert bei einer einzigen Kommunikations- und Auskunftsstelle zu bearbeiten. Vom 1. März 2020 bis Mitte April arbeitete der Informationsdienst der CoronaComm während sieben Tage die Woche; oft bis spätabends. Stationiert in der Aula des Zivilschutz Ausbildungszentrums im Meiersboden (Chur) bearbeitete ein Team bestehend aus Zivilschützangehörigen und Kommunikationsexperten Anfragen von Medien, Unternehmen, Gemeinden und Privatpersonen.

Die Hauptaufgaben der Zivilschützer bestanden darin, Telefonanrufe entgegenzunehmen und Mails zu beantworten. In der Anfangsphase erhielt die CoronaComm pro Tag 100-300 Anfragen. Mitte März stieg diese Zahl an Spitzentagen auf bis zu 850 Anfragen. Obwohl an solchen Tagen Überstunden die Regel waren, waren die Zivilschützer top motiviert dabei. Einige blieben gar freiwillig bis zu sechs Wochen im Dienst. "Viele waren froh, dass sie einmal einen Ernsteinsatz leisten konnten", erzählt Raphael Hofmann, Zivilschutzinstruktor und Verantwortlicher für den Zivilschutzeinsatz bei der CoronaComm.

Die Arbeit des Zivilschutzes bei der CoronaComm war immer dann besonders gefragt, wenn Bund und Kanton neue Massnahmen kommunizierten. In diesen Situationen konnte die CoronaComm mithilfe der Zivilschützer Gewissheit schaffen. Die Arbeit der CoronaComm stiess auf ein positives Echo. Gerade in der Anfangsphase zeigten sich laut Hofmann viele Leute überrascht und dankbar über die schnelle Bearbeitung der Anfragen und Mails. Der Instruktor selbst war positiv überrascht, wie gut die Zivilschützer auch auf schwierige Anfragen reagierten und motiviert mitarbeiteten. Insgesamt leisteten zwischen dem 1. März und dem 05. Juni 2020 71 Zivilschützer 536 Diensttage für die CoronaComm und beantworteten dabei über 6000 Anfragen.

Zivilschützer im Einsatz bei der Kommuniktionsdrehscheibe