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Einzuhaltende Massnahmen

HINWEIS: Ab 27. April 2020 benötigen sämtliche Betriebe gemäss COVID-19-Verordnung 2 ein Schutzkonzept.

 

 

Neues Coronavirus: Lockerung der Massnahmen, 20. Mai 2020
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Es gelten unter anderem folgende Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Organisationen und Institutionen in der Schweiz:

Besonders gefährdete Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen

Home-Office:

  • Wenn immer möglich sollen besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre arbeitsvertraglichen Pflichten von zu Hause aus erledigen.
  • Die Arbeitgeber haben die hierzu geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen zu treffen.

Schutzmassnahmen am Arbeitsort:

  • Kann die Arbeitsleistung nur am üblichen Arbeitsort erbracht werden, muss der Arbeitgeber mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und sozialer Distanz sicherstellen (Plexiglasscheiben, Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen, Schutzmasken, Zuweisung von anderen Arbeitsbereichen wie bspw. Backoffice).

Beurlaubung unter Lohnfortzahlung:

  • Ist es im Einzelfall nicht möglich, dass eine besonders gefährdete Person von zu Hause aus arbeitet und können auch am Arbeitsort keine ausreichenden Massnahmen zu deren Schutz ergriffen werden, muss der Arbeitgeber die besonders gefährdete Person unter Lohnfortzahlung beurlauben.

Besuchsrechte

Besuch in Spitälern

Der Besuch in Spitälern ist untersagt. Über Ausnahmen (Besuche für Patienten in ausserordentlichen Situationen: Eltern von Kindern, Partner von Gebärenden sowie nahe Angehörige von sterbenden Menschen oder unterstützungsbedürftigen Patienten) entscheidet die Institution. 

Besuch in Alters- und Pflegeheimen und Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen

Der Besuch in Alters- und Pflegheimen und Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung ist gestattet.

Vorausgesetzt wird, dass die auf der Pflegeheimliste des Kantons Graubünden aufgeführten Alters- und Pflegeheime sowie die bewilligten Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung im Kanton Graubünden über ein implementiertes, den Vorgaben des Gesundheitsamts entsprechendes und bei diesem respektive dem Sozialamt eingereichtes Schutzkonzept verfügen.

Zum Schutz der Mitbewohnenden werden die Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen sowie von Wohneinrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung aufgefordert, die aktuellen Empfehlungen des Bundes in Bezug auf Schutz- und Hygienemassnahmen, insbesondere diese für besonders gefährdete Personen, auch beim Verlassen der Institution strikt einzuhalten. 

Baustellen und Industrie

Betrieb gestattet:

  • Betriebe des Bauhaupt- und Baunebengewerbes sowie Industriebetriebe
  • Arbeitgeber sind dabei aber strikte verpflichtet, die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten. Insbesondere ist die Anzahl der anwesenden Personen auf Baustellen oder in Betrieben entsprechend zu limitieren und die Baustellen- und Betriebsorganisation anzupassen. Auch in Pausenräumen und Kantinen ist die Nutzung so zu gestalten, dass die Distanzregeln eingehalten werden, gegebenenfalls durch eine Limitierung oder Staffelung der pausierenden Personen.

Betriebe, welche sich nicht an diese Pflichten halten, können von den kantonalen Behörden geschlossen werden.

Hotel- & Restaurationsbetriebe

Betrieb nicht gestattet:

  • Campingplätze (ausgenommen Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen in Dauermiete [Saison- oder Jahresmiete] sowie Stellplätze für Fahrende)

Betrieb gestattet, sofern ein Schutzkonzept gemäss der COVID-19-Verordnung 2 vorhanden ist:

  • Hotels und Beherbergungsbetriebe. Hotels dürfen hoteleigene Betriebe (Restaurant, Bar, SPA, Wellness, Fahrradverleih, Seminarräume) unter Berücksichtigung der Hygiene- und Distanzvorgaben offenhalten, aber nur für Hotelgäste.
  • Restaurationsbetriebe einschliesslich Barbetriebe und Gemeinschaftsgastronomie (Betriebskantinen oder Schulmensen), für diese Betriebe gelten nebst dem Schutzkonzept noch die Beschränkungen nach Art. 6 Abs. 3 bis der COVID-19 Verordnung 2 (Grösse der Gästegruppe, sitzende Konsumation, Betriebskantinen und Mensen ohne öffentlichen Zugang, Öffnungszeiten zwischen 06.00 Uhr bis 24.00 Uhr, nur Abgabe von Speisen und Getränken, weitere Angebote wie Konzerte oder Spiele sind untersagt).
  • Imbiss-Betriebe (Take-away) und Lieferdienste für Mahlzeiten

Lebensmittelläden und sonstige Läden

Betrieb gestattet, sofern ein Schutzkonzept gemäss der COVID-19-Verordnung 2 vorhanden ist:

  • sämtliche Einrichtungen, die Waren und Güter anbieten (alle Geschäfte und Märkte inkl. Blumen-, Gemüse-, und Flohmärkte);
  • Handwerks- und Gewerbebetriebe;
  • Self-Pick Blumen-, Gemüse- oder Beerenfelder, Autowaschanlagen;
  • Richtwert: 10m2 pro Person inklusive Personal.

Unterhaltungsstätten

Betrieb nicht gestattet:

  • Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe (Kinos, Konzerthäuser, Theater, Casinos, Wellnesszentren, botanische und zoologische Gärten und Tierparks);
  • Diskotheken, Nachtklubs, Erotikbetriebe und andere Angebote der Prostitution (gilt auch für erotisch-sinnliche Massagen; auch in privaten Räumen).   

Betrieb gestattet, sofern ein Schutzkonzept gemäss der COVID-19-Verordnung 2 vorhanden ist:

  • Museen, Bibliotheken und Archive (ohne Lesesäle)
  • Sportanlagen für Trainings, Fitness-, Yogazentren, Schwimmbäder, Skigebiete dürfen zu Trainingszwecken geöffnet werden. Nicht zulässig ist die allgemeine Öffnung auch zu anderen Zwecken als der sportlichen Betätigung.

Übrige Dienstleistungen

Betrieb gestattet, sofern ein Schutzkonzept gemäss der COVID-19-Verordnung 2 vorhanden ist:

  • öffentlicher Verkehr nach normalem Fahrplan (Maskenempfehlung zu Stosszeiten);
  • Präsenzunterricht an Primar- und Sekundarschulen (für alle weiteren Ausbildungsinstitutionen und Weiterbildungskurse gilt die Beschränkung von max. 5 Personen)
  • Private Fahrdienste (bspw. Taxiunternehmen, Kutschenbetriebe);
  • sonstige Dienstleistungen (bspw. Versicherungsagenturen, Anwaltskanzleien, Notariate, Tourismusinformationsstellen, Reisebüros, Fotostudios und Goldschmiedebetriebe). Dies gilt auch für Besuche von Aussendienstmitarbeitenden bei Privat- und Geschäftskunden.
  • Post, Gemeindeverwaltung, Banken, Telekommunikationsanbieter;
  • Tankstellen, Werkstätten für Autos/Velos etc.;
  • Sicherheitsdienste, Landwirtschaft;
  • Hundehütedienste, Hundesalons.

Personenbezogene Dienstleistungen, Körperpflege, Wellness

Betrieb gestattet, sofern sie über ein Schutzkonzept gemäss der COVID-19-Verordnung 2 verfügen:

  • Gesundheitseinrichtungen wie Spitäler, Kliniken und Arztpraxen sowie Praxen und Einrichtungen von Gesundheitsfachpersonen nach Bundesrecht und kantonalem Recht;
  • Alternative Therapieformen, die nicht unter die Gesundheitsfachpersonen nach Bundesrecht oder kantonalem Recht fallen (Ayurvedamassagen, Shiatsu oder Craniosacral-Therapie);
  • Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt wie Coiffeure, Massagen, Tattoo-Studios und Kosmetik (Nagelstudios, ästhetische Chirurgie);
  • selbstbedienbare Solarien.

Zu beachten: In personenbezogenen Arbeiten gilt zum gegenseitigen Schutz eine Maskenpflicht für Personal sowie für Kundinnen und Kunden je nach Schutzkonzept.

Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum

Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen, sind verboten. Bei Versammlungen von bis zu fünf Personen ist gegenüber anderen Personen ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Wer gegen das Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum verstösst, wird mit Busse bestraft.

Das Verbot von öffentlichen und privaten Veranstaltungen sowie Ansammlungen von mehr als fünf Personen gilt weiterhin. Grossveranstaltungen (>1000 Personen) bleiben bis mindestens Ende August verboten.

Religiöse Veranstaltungen

Ab 28. Mai 2020 gestattet:

Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen sowie Bestattungen. Es muss eine verantwortliche Person (Organisator) bezeichnet sowie ein Schutzkonzept gemäss Art. 6a der COVID-19-Verordnung 2 erarbeitet und umgesetzt werden, welches die Minimierung des Übertragungsrisikos gewährleistet.

Kann die Distanzregel nicht eingehalten werden, gilt zusätzlich zum Schutzkonzept:

  1. der Organisator muss nach entsprechender Information von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Vorname, Nachname und Telefonnummer in einer Präsenzliste erfassen;
  2. er muss die Präsenzliste zwecks Identifizierung und Benachrichtigung ansteckungsverdächtiger Personen (Art. 33 EpG) der zuständigen kantonalen Stelle auf deren Anfrage hin weiterleiten; und
  3. er darf die Daten der Präsenzliste zu keinen anderen Zwecken bearbeiten und muss sie spätestens nach 14 Tagen löschen.

Vereinsaktivitäten

Nicht gestattet:

  • Sportanlässe, Veranstaltungen, Versammlungen, Proben, etc.

Gestattet, sofern ein Schutzkonzept gemäss der COVID-19-Verordnung 2 vorhanden ist:

  • Breitensport: Trainings in Kleingruppen mit max. 5 Personen ohne Körperkontakt;
  • Leistungssport: Trainings auch mit mehr als 5 Personen möglich, ohne Wettkämpfe;
  • Musikunterricht bis max. 5 Personen.

Die plausibilisierten Schutzkonzepte der nationalen Sportverbände sind bei Swiss Olympic zu finden: www.swissolympic.ch/coronavirus.

Des Weiteren gilt:

 

Verordnung 2 des Bundes über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19)