Seiteninhalt

Einzuhaltende Massnahmen

Bis 19. April 2020 gelten unter anderem folgende Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Schweiz:

 

Besonders gefährdete Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen

Home-Office:

  • Wenn immer möglich müssen besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre arbeitsvertraglichen Pflichten von zu Hause aus erledigen.
  • Die Arbeitgeber haben die hierzu geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen zu treffen.

Schutzmassnahmen am Arbeitsort:

  • Kann die Arbeitsleistung nur am üblichen Arbeitsort erbracht werden, muss der Arbeitgeber mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und sozialer Distanz sicherstellen (Plexiglasscheiben, Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen, Zuweisung von anderen Arbeitsbereichen wie bspw. Backoffice).

Beurlaubung unter Lohnfortzahlung:

  • Ist es im Einzelfall nicht möglich, dass eine besonders gefährdete Person von zu Hause aus arbeitet und können auch am Arbeitsort keine ausreichenden Massnahmen zu deren Schutz ergriffen werden, muss der Arbeitgeber die besonders gefährdete Person unter Lohnfortzahlung beurlauben.

 

Baustellen und Industrie

Betrieb gestattet:

  • Betriebe des Bauhaupt- und Baunebengewerbes sowie Industriebetriebe
  • Arbeitgeber sind dabei aber strikte verpflichtet, die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten. Namentlich müssen sie die Anzahl anwesender Personen auf Baustellen oder in Betrieben entsprechend limitieren, Baustellen- und Betriebsorganisation anpassen und Menschenansammlungen von mehr als 5 Personen in Pausenräumen und Kantinen verhindern.

Betriebe, welche sich nicht an diese Pflichten halten, können von den kantonalen Behörden geschlossen werden.

 

Hotel- & Restaurationsbetriebe

 

Betrieb nicht gestattet:

 
  • Alle Restaurationsbetriebe (Restaurants, Bars, Bistros, Caffés, Snack Bars, Besenbeizen etc)
  • Jede Form von Selbstbedienungsrestauration
 

 

 

Betrieb gestattet:

 
  • Hotels, Jugendherbergen und SAC-Hütten ist es unter strenger Beachtung der Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) betreffend Hygiene und sozialer Distanz gestattet, weiterhin Übernachtungen anzubieten und ihre Übernachtungsgäste sowie das Personal zu bewirten (keine Selbstbedienung). Dabei gilt unter anderem die Gewährleistung einer Mindestfläche von 4 Quadratmetern pro anwesender Person. Personen, die nicht im Hotel logieren, dürfen nicht bewirtet werden.
  • Kantinen ohne öffentlichen Publikumsverkehr wie Betriebskantinen
  • Verpflegungsbereich von Internaten und Wohnbetrieben ausschliesslich für Bewohnende
  • Mahlzeitenlieferungen von Restaurants, Pizzakurieren, Take-Away etc. oder Food Trucks ohne Restauration/Sitzplätze und Verzehr vor Ort, auch keine Aussensitzplätze.
 

Lebensmittelläden und sonstige Läden

Betrieb nicht gestattet:
  • Alle Läden, welche nicht schwerpunktmässig Güter des täglichen Bedarfs (u.a. Parfümerien, Blumenladen, Handwerks-/Baumärkte für Private, sonstige Märkte, Schuh- und Kleiderladen) anbieten.
  • Integrierte Cafés und Restaurants sind zu schliessen.
Betrieb gestattet:
  • Einzelner Lebensmittelmarktstand
  • Lebensmittelgeschäfte (ohne Sortimentsbeschränkung)
  • Warenhäuser: nur Lebensmittelabteilungen sowie Güter des täglichen Gebrauchs (Tagespresse, Tierfutter, Tabakwaren, Hygieneartikel und Papeterieartikel)
  • Sonstige Läden, soweit sie überwiegend Lebensmittel und Gegenstände für den täglichen Bedarf anbieten.
  • Apotheken, Drogerien, Läden für medizinische Hilfsmittel (z.B. Brillen, Hörgeräte).
  • Bäckereien, Metzgereien, Molkereien, Reformhäuser, Wein- und Spirituosenläden, Tankstellenshops und Kioske, einzelner Lebensmittelmarktstand, Hofläden, Tierfutterbetriebe.
  • Richtwert: 10m2 pro Person inkl. Personal.
 

Medizinisches Angebot

Betrieb gestattet:
  • Spitäler*, Kliniken*, Arzt-*, Zahnarzt-* und Tierarztpraxen* sowie Gesundheitsfachpersonen nach eidg. oder kant. Recht (Physiotherapie, Chiropraktik, Ernährungsberatung, Logopädie, Ergotherapie, Optometrie, Augenoptik, Dentalhygiene, Osteopathie, med. Massage, Naturheilpraktik, Podologie).
  • Blutspendeaktionen, Spitex.

Neu benötigen Gesundheitsfachpersonen nach Bundesrecht oder kantonalem Recht keine ärztliche Verordnung mehr, um ihrer Tätigkeit nachzugehen. Behandlungen und Therapien sind aber nur zulässig, wenn sie aus medizinischer Sicht dringend sind. Dies ist dann der Fall, wenn die Verschiebung der Behandlung zu Nachteilen führt, die über geringe physische und psychische Beschwerden und Beeinträchtigungen hinausgehen. Behandlungen, die überwiegend oder vollständig ästhetischen Zwecken, der Steigerung der Leistungsfähigkeit oder dem Wohlbefinden dienen, bleiben verboten. Die Entscheidkompetenz, ob ein Eingriff notwendig ist, liegt bei der Gesundheitsfachperson.

 

Sport, Körperpflege, Wellness

Betrieb nicht gestattet:
  • Alle Dienstleistungen zu Sport, Körperpflege und Wellness (Fitness- und Yogastudios, geleitete Trainings, Schönheitssalons, Spas, Wellnesseinrichtungen, Solarien, Coiffeur- und Frisörsalons, Nagel- und Tattoostudios, etc.). Auch Dienstleistungen in Privathaushalten.
  • Kliniken für ästhetische Chirurgie, Behandlungen für Wohlbefinden oder Leistungsfähigkeit.
 

Unterhaltungsstätten

Betrieb nicht gestattet:
  • Sämtliche Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe (Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzerthäuser, Theater, Casinos, Sportzentren, Fitnesszentren, Schwimmbäder, Wellnesszentren, Skigebiete, botanische und zoologische Gärten und Tierparks)

Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum

Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen, sind verboten. Bei Versammlungen von bis zu fünf Personen ist gegenüber anderen Personen ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Wer gegen das Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum verstösst, wird mit Busse bestraft.

Vereinsaktivitäten

Nicht gestattet:
  • Sportanlässe, Veranstaltungen, Versammlungen, Trainings, Proben etc.
 

Religiöse Veranstaltungen

Nicht gestattet:
  • Sämtliche religiösen Veranstaltungen
Gestattet:
  • Bestattungen im engen Familienkreis*. (*Ehepartner*innen, Lebensgefährten*innen, Eltern, Geschwister, Kinder, Pflegekinder, Adoptiveltern, Grosseltern)
 

Übrige Dienstleistungen

Betrieb gestattet:
  • Öffentlicher Verkehr, Post, Gemeindeverwaltung, Banken, Telekommunikationsanbieter, terminlich vereinbarte Beratungsdienstleistungen in nicht öff. Geschäftsräume wie Versicherungen, Tankstellen, Werkstätten für Autos/Velos etc., Sicherheitsdienste, Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeiter, private Fahrdienste, Hundehütedienste, Liefer-und Abholdienste (ohne Betretung von Geschäftsräumen), Grosshandel etc.
 

Betrieb nicht gestattet:

 
  • Öffentlich zugängliche Verkaufs-, Schalter-, Ausstellungsflächen, Zutritt zu Gewerbebetriebe.
 

Des Weiteren gilt:

 

 

Verordnung 2 des Bundes über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19)