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Contact Tracing

Am Montag 11. Mai 2020 hat das COVID Care Team unter der Leitung des Gesundheitsamtes, unterstützt durch medizinisches Fachpersonal und Angehörige des Zivilschutzes, die Arbeit bezüglich Contact Tracing wieder aufgenommen. Ziel ist die Begleitung der Personen in Isolation und Quarantäne, sowie die Rückverfolgung der Infektionsketten zur weiteren Eindämmung des Coronavirus.

Was ist Contact Tracing?

Um die Epidemie unter Kontrolle zu behalten und dadurch die Spitäler nicht zu überlasten, müssen Verdachtsfälle getestet, isoliert und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt werden. Um dies zu erreichen, muss möglichst jede einzelne Neuinfektion zurückverfolgt werden und die Kontaktpersonen ermittelt werden: Wo hat sich die Person in den letzten Tagen aufgehalten, mit wem hatte sie engen Kontakt, wen könnte sie allenfalls angesteckt haben? Das Zurückverfolgen der Infektionsketten - das sogenannte Contact Tracing - ist zentral, um ein Wiederaufflackern der Epidemie langfristig zu verhindern.

Welche Ziele verfolgt das Contact Tracing?

Das Contact Tracing hat zum Ziel, die Zahl der Neuinfektionen weiter zu senken und in den kommenden Wochen und Monaten auf tiefem Niveau zu halten. Nur dann sind weitere Lockerungen möglich. Der Bund hat dazu unter Einbezug der Kantone ein Konzept für die Eindämmungsphase (Containment) erarbeitet, die folgende beiden Schritte umfasst:

  • Es soll möglichst jede einzelne Neuinfektion entdeckt und isoliert werden, um neue Infektionsherde zu verhindern. Deshalb werden neu alle Personen auch mit leichten Symptomen getestet und bei positivem Resultat isoliert. Personen, die im gleichen Haushalt leben oder anderweitig engen Kontakt hatten, begeben sich in Quarantäne. Nur so lässt sich die Epidemie kontrollieren.
  • Die Rückverfolgbarkeit der Kontaktpersonen – das sogenannte Contact Tracing – ist eines der wichtigsten Instrumente zur Eindämmung einer Epidemie. Zuständig ist der Kanton, der dazu ein Befragungssystem und die nötigen Ressourcen aufbaut. Wer mit einer positiv getesteten Person in den letzten 48h? in engem Kontakt war (unter 2 Meter während insgesamt mehr als 15 Minuten), wird unter Quarantäne gestellt.

Wer macht das Contact Tracing für den Kanton?

Das COVID Care Team steht unter der Leitung des Gesundheitsamtes Graubünden, unterstützt durch medizinisches Fachpersonal und Angehörige des Zivilschutzes.

Wie läuft das Contact Tracing ab?

Das COVID Care Team wird unter der Woche täglich Kontakt mit den infizierten Personen sowie deren Kontaktpersonen aufnehmen. Es wird der Gesundheitszustand abgefragt und die Einhaltung der angeordneten Quarantäne- und Isolationsvorschriften geprüft.

Darüber hinaus haben die betroffenen Personen die Möglichkeit, zwingend notwendige Versorgungsbedürfnisse anzubringen (Beschaffung von Gütern des alltäglichen Bedarfs, Medikamenten etc.).

Alternativ zur telefonischen Betreuung können infizierte Personen und deren Kontaktpersonen auch die «Covid Care App Graubünden» nutzen. Mit dieser App wird täglich mittels Push-Mitteilung der Gesundheitszustand abgefragt. So kann der Krankheitsverlauf verfolgt und falls nötig Massnahmen ergriffen werden.

Die App verfügt über keine Trackingfunktion - sie registriert also nicht, wo sich jemand aufhält - und sammelt auch keine weiteren Daten. Sie ist lediglich dazu da, eine einfachere und effizientere Kommunikation mit allen Betroffenen zu ermöglichen.

Was bedeuten die Massnahmen Isolation und Quarantäne?

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus soll unter Kontrolle bleiben. Dazu müssen wir die Übertragungsketten erkennen und unterbrechen können. Zwei wichtige Massnahmen dafür sind die Isolation und die Quarantäne.

Informationen zu Isolation und Quarantäne

Anweisungen Isolation (PDF)

Anweisungen Quarantäne (PDF)

Welche Rolle spielt die SwissCovid-App?

Digitale Applikationen können das traditionelle Contact Tracing der Kantone ergänzen und mithelfen, die Kontakte von Neuinfizierten zu eruieren. Dies gilt insbesondere für Smartphone-Apps, die mit Bluetooth-Funktechnik Kontakte aufzeichnen. Mittels Bluetooth wird nachvollziehbar, wer mit einer positiv getesteten Person in Kontakt gekommen ist.

Wer länger als 15 Minuten und in einem Abstand unter 2 Metern mit der positiv getesteten Person Kontakt hatte, erhält eine Benachrichtigung. Sie wird aufgefordert, die in der App genannte Infoline Coronavirus anzurufen, um die weiteren Schritte abzuklären.

Erachtet die Ärztin oder der Arzt einen Coronavirus-Test für notwendig, und fällt dieser positiv aus, wird eine Isolation angeordnet. Der kantonsärztliche Dienst informiert über weitere Schritte. 

Die Nutzung der App ist freiwillig und kostenlos. Je mehr Personen die App installieren und nutzen, umso wirksamer unterstützt sie die Eindämmung des neuen Coronavirus.

Weitere Informationen über die SwissCovid App finden Sie hier.

SwissCovid-App sammelt keine Daten

Die App funktioniert dezentral. Das heisst, sie sammelt oder speichert keine Personen- oder Ortungsdaten der App-Nutzerinnen und -Nutzer. Das System ist auf Anonymität ausgelegt. Niemand kann rekonstruieren, mit welcher Person man Kontakt gehabt hatte.

Die App entwickelt das Bundesamt für Gesundheit BAG in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT sowie den Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Lausanne und Zürich (EPFL und ETHZ). Sie entspricht den Bedürfnissen nach maximalem Schutz der Privatsphäre.

Faktenblatt: Die Swiss PT-App hilft, das Coronavirus in Schach zu halten