Willkommen bei den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden in Graubünden

… dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen …
(aus der Präambel der Schweizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999)

Das Vormundschaftsrecht geht in seinen Wurzeln auf das römische Recht («tutela») und das germanische Sippenrecht («munt») zurück. Seit der Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches ZGB (1912) ist es schweizweit einheitlich geregelt.

Mit der letzten Teilrevision des ZGB (2008) wurde das Vormundschaftsrecht durch ein modernes Kindes- und Erwachsenenschutzrecht ersetzt. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde lösten per 1. Januar 2013 in der ganzen Schweiz die bisherigen Vormundschaftsbehörden ab.

Jede KESB ist in ihrem Zuständigkeitsgebiet eigenverantwortlich zuständig für alle Aufgabestellungen im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht. Ausschlaggebend für die örtliche Zuständigkeit ist der zivilrechtliche Wohnsitz (Ort des Aufenthalts mit der Absicht des dauernden Verbleibs), der nicht in jedem Fall mit der Anmeldung im Einwohnerregister übereinstimmen muss. In dringenden Fällen ist auch die KESB am Aufenthaltsort zuständig. Ausserhalb der Bürozeiten kann die KESB in dringenden Notfällen (Kindesschutz) auch via die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei (Nr. 117) erreicht werden.