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Regierung genehmigt Projekt zur Reduktion von Ammoniakemmissionen

Die Regierung genehmigt ein Projekt zur Förderung des Schleppschlaucheinsatzes in den Jahren 2020 bis 2021 bei der Ausbringung von flüssigem Hofdünger. Dazu sichert sie dem Projekt einen Beitrag von 636 000 Franken zu. Erforderlich wird dieses Projekt, weil schweizweit jedes Jahr rund 48 000 Tonnen Ammoniak durch die Landwirtschaft in die Umwelt gelangen. Gemäss Bundesrat soll die Schweiz im Jahr 2050 klimaneutral sein. Zur Erfüllung dieses Ziels hat auch die Landwirtschaft ihren Beitrag zu leisten.

Bereits in den Jahren 2011 bis 2016 führte der Kanton Graubünden das Ressourcenprojekt Ammoniak durch. Dieses hatte zum Ziel, auf den vier Stufen Fütterung, Stallhaltung, Lagerung der Hofdünger und Ausbringung die Ammoniakemissionen zu reduzieren. Im Teil Ausbringung förderte ein Projekt den Einsatz des Schleppschlauchs, um die Ammoniakemissionen beim Ausbringen der Gülle zu reduzieren. Nach Ablauf dieses Projekts führte der Bund das Programm bis Ende 2019 als fixen Teil der Direktzahlungen ein. Ab 2020 unterstützt der Bund den Einsatz des Schleppschlauchs nicht mehr finanziell. Es ist geplant, dass der Bund voraussichtlich ab 2022 ein Schleppschlauchobligatorium mit einer noch unbestimmten Übergangsfrist festlegen wird. Sollte der Schleppschlaucheinsatz obligatorisch werden, führt dies auf vielen Betrieben zu einem grossen und kurzfristigen Umstellungsaufwand mit erheblichen Investitionskosten. Das kantonale Förderprojekt soll als Übergangslösung für die kommenden zwei Jahre die Bündner Betriebe auf die Einführung des Obligatoriums vorbereiten.