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ÖREB-Kataster

Was ist der ÖREB-Kataster? 

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Wer in der Schweiz Land besitzt, kann dieses nicht einfach nutzen, wie er will. Es gilt Rahmenbedingungen wie beispielsweise Abstandslinien oder Lärmeinschränkungen einzuhalten, die aufgrund von Entscheidungen des Gesetzgebers oder der Behörden entstanden sind. Diese sogenannten öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB) sind für Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer verpflichtend.

In der Schweiz gibt es über 150 verschiedene ÖREB. Der Bund hat entschieden, vorerst folgende Eigentumsbeschränkungen in den Kataster aufzunehmen:

 

  • Nutzungsplanung
  • Nationalstrassen
  • Eisenbahnen
  • Flughäfen
  • belastete Standorte
  • Grundwasserschutz
  • Lärm 
  • Wald 

In Graubünden werden vorerst keine weiteren kantonalen Eigentumsbeschränkungen aufgenommen. 

Mit dem sich im Aufbau befindenden ÖREB-Kataster werden relevante Informationen über Grundstücke leicht verfügbar. Zudem wird die Rechtssicherheit dank verbindlicher Informationen erhöht. Davon profitieren sowohl Grundstückbesitzerinnen und Grundstückbesitzer als auch die verschiedenen Akteure des Immobilienmarktes, Behörden und öffentliche Verwaltungen. 

Broschüre ÖREB-Kataster

Aufbau und Betrieb ÖREB-Kataster im Kanton Graubünden

Der Kanton Graubünden hat den ÖREB-Kataster aufgebaut. Die Federführung für Aufbau und Betrieb liegt beim Amt für Landwirtschaft und Geoinformation. Die Projektsteuerung setzt sich aus Vertretern der beteiligten Dienststellen und dem Departement für Volkswirtschaft und Soziales zusammen. Die Projektleitung wird durch den Kantonsgeometer Hans Andrea Veraguth wahrgenommen.   

 

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Laufende Arbeiten und Weiterentwicklung

Aktuell werden die Daten der Gemeinden in den Kataster aufgenommen. Um den einfachen Zugang zu Grundstücksinformationen laufend zu verbessern werden die folgenden ÖREB-Themen hinzugefügt:

  • Planungszonen
  • Waldreservate
  • Gewässerraum
  • Projektierungszonen: Leitungen mit einer Nennspannung von 220kV oder höher
  • Baulinien Starkstromanlagen

Als kantonales Thema kommen voraussichtlich die kantonalen Baulinien hinzu. Ausserdem werden die funktionalen Erweiterungen des Bundes in die Bündner Plattform übernommen.