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«An der Quelle ist das Wasser am reinsten»

Foto: © ALT – Brunnen an einem Wanderweg

Ein altes Sprichwort besagt: «An der Quelle ist das Wasser am reinsten.» Halten sich Wanderer und Mountainbiker an diese Aussage, haben sie bereits vieles richtig gemacht. Gerade an heissen Sommertagen ist die Verlockung aber gross, Wasser aus Bächen, Seen oder Brunnen zu trinken. Ob sich das Wasser auch tatsächlich zum Trinken eignet, ist von blossem Auge nicht sichtbar. Auch glasklares Wasser kann mit Fäkalkeimen verunreinigt sein.

Im Rahmen einer im Sommer 2019 durchgeführten Untersuchungskampagne wurde im Bündner- und Glarnerland Wasser von 34 Brunnen an stark frequentierten Mountainbike- und Wanderwegen sowie an öffentlichen Grillplätzen beprobt. Ziel der Kampagne war, die Gemeinden bezüglich der Wasserqualität derartiger Brunnen zu sensibilisieren, damit sie diese im Rahmen ihrer Selbstkontrolle auch regelmässig kontrollieren.

Bei 15 der 34 Brunnenwässer war die Trinkwasserqualität unbefriedigend: Drei Proben waren derart stark mit Fäkalkeimen belastet, dass die Gemeinden aufgefordert wurden, die Brunnen umgehend mit «Kein Trinkwasser» zu beschildern; die anderen zwölf Proben gaben Anlass, die Gemeinden aufzufordern, Verbesserungsmassnahmen einzuleiten oder gegebenenfalls die Brunneneigentümer dazu zu ermuntern.

Insbesondere nach starken Niederschlagsperioden ist das Wasser von Brunnen oft verunreinigt, wenn die Quelle nicht sauber gefasst ist. Wanderer und Mountainbiker sollten im Rahmen ihrer Eigenverantwortung die Brunnen genau unter die Lupe nehmen, bevor sie sich daran den Durst löschen. Wasser aus Bächen und Seen sollte denn auch gemieden werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich Vieh oder andere Tiere in der Nähe der Gewässer aufhalten. Direkt am Quellaustritt ist das Wasser in der Regel am wenigsten belastet. Das Sprichwort «An der Quelle ist das Wasser am reinsten» ist für Wanderer und Mountainbiker deshalb von grosser Bedeutung.