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Belastung von Baby Food mit Mykotoxinen

Foto: © Heike Rau - stock.adobe.com

Im Rahmen einer koordinierten Untersuchungskampagne haben die Ostschweizer Kantonalen Laboratorien GR, SG, SH, TG und ZH im Mai 2018 Getreidebeikost für Säuglinge und Kleinkinder, sogenanntes Baby Food, amtlich erhoben und die Proben im Kantonalen Labor Zürich auf Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) untersuchen lassen.

Mykotoxine sind natürliche, sogenannte sekundäre Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die bei Tieren und Menschen bereits in geringen Mengen gesundheitsschädlich wirken können. Eine durch Mykotoxine verursachte Erkrankung wird als Mykotoxikose bezeichnet.

Auch Getreidebeikost für Säuglinge und Kleinkinder kann aufgrund der verwendeten Rohwaren mit Mykotoxinen belastet sein. Da Säuglinge und Kleinkinder eine besonders empfindliche und schützenswerte Bevölkerungsgruppe darstellen, wurden die gesetzlich einzuhaltenden Höchstgehalte speziell tief angesetzt, für Aflatoxin B1 beispielsweise bei 0.1 Mikrogramm pro Kilogramm Baby Food.

Insgesamt 25 Proben wurden amtlich erhoben, davon sechs in Graubünden. In drei Proben konnte Aflatoxin B1 nachgewiesen werden, in zwei Proben Deoxynivalenol und in zwei weiteren Fumonisin B1, allerdings jeweils deutlich unter dem Höchstwert. Somit erfüllten alle Proben die gesetzlichen Anforderungen an Mykotoxine in Baby Food, was sehr erfreulich ist.