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Belastung von Getreide mit Mykotoxinen

Foto: © ChrWeiss - stock.adobe.com

Mykotoxine sind giftige Naturstoffe, die als Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen gebildet werden. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO enthalten ca. 25 % der Welt-Nahrungsproduktion Mykotoxine. Getreide gehört dabei zu den besonders häufig belasteten Lebensmitteln. Mykotoxine stellen bereits in sehr niedrigen Konzentrationen ein Gesundheitsrisiko dar, weswegen der Gesetzgeber für diverse Mykotoxine Höchstgehalte festgelegt hat.

Im Rahmen einer koordinierten Untersuchungskampagne der Kantonalen Laboratorien Zürich, Thurgau, Graubünden, St. Gallen und Schaffhausen wurden im Winter 2018 total 58 Proben an Haferflocken, Weizen-, Dinkel- und Roggenmehlen, Weizen- und Roggenprodukten sowie Kleie amtlich erhoben und im Kantonalen Laboratorium Thurgau hinsichtlich diverser Mykotoxine untersucht.

Fumonisine wurden erwartungsgemäss nicht gefunden. Aflatoxine liessen sich nur vereinzelt unterhalb der Bestimmungsgrenzen nachweisen. Ochratoxin A wurde lediglich in einer Probe, Deoxynivalenol hingegen in 32 Proben (55 %) nachgewiesen. Weitere Trichothecene fanden sich nur vereinzelt in geringen Konzentrationen. Zu Überschreitungen der gesetzlichen Höchstgehalte kam es jedoch nicht.

Das Ergebnis ist mit jenem des Jahres 2017 vergleichbar und aus Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten erfreulich. Nichtsdestotrotz bleiben Stichprobenuntersuchungen weiterhin unabdingbarm, da immer wieder mit Ausreissern gerechnet werden muss.