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Belastung von Nüssen mit Aflatoxinen

Foto: © Printemps - stock.adobe.com

Erdnüsse, Haselnüsse und Pistazien sind bekannt dafür, mit Mykotoxinen (Schimmelpilzgiften) belastet zu sein, insbesondere mit Aflatoxinen. Wiederholt finden sich Meldungen im europäischen Schnellwarnsystem RASFF, die vor zu hohen Aflatoxingehalten in Nüssen warnen.

Daraufhin wurden im Herbst 2018 durch die Kantonalen Laboratorien der Kantone Graubünden, Thurgau, Zürich, St. Gallen und Schaffhausen 55 Handelswaren mit Mandeln, Pistazien, Erd-, Hasel- oder Cashewnüssen in rohem oder verarbeitetem Zustand amtlich erhoben und im Kantonalen Labor Zürich hinsichtlich der Aflatoxine B1, G1, B2 und G2 untersucht.

In 17 Proben (31 %) konnten Aflatoxine nachgewiesen werden. In drei Proben (5.5 %) überschritt der Aflatoxin-B1-Gehalt sogar den gesetzlichen Höchstwert, nämlich in gehackten Haselnüssen, in Erdnussmus und in einer Nussmischung. Am häufigsten waren Pistazien belastet: 60 % der Proben wiesen messbare Aflatoxingehalte auf, wobei allerdings keine Pistazienprobe den gesetzlichen Höchstgehalt überschritt.

Die Zahlen zeigen, dass in Nüssen immer mit Aflatoxinen gerechnet werden muss, auch wenn es nur in wenigen Fällen zu Höchstwertüberschreitungen und damit zu behördlich angeordneten Warenrücknahmeaktionen am Markt kommt. Aflatoxine werden somit auch weiterhin im Fokus amtlicher Stichkontrollen bleiben.