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Geogene Spurenelemente in Trinkwasser

Foto: © Ramona Heim - stock.adobe.com

Die Entstehungsgeschichte und Geologie der Alpen bringt es mit sich, dass sich in Wässern alpinen Ursprungs natürlicherweise vorkommende, aber problematische Stoffe befinden, die andernorts eher selten angetroffen werden, so z. B. Arsen und Uran, aber auch Radon. Für alle drei Stoffe hat der Gesetzgeber in der Trink-, Dusch- und Badewasserverordnung aus gesundheitlichen Gründen Höchstwerte festlegt.

Im Jahr 2019 hat das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit (ALT) in den gegenüber den oben genannten Stoffen besonders exponierten Regionen Graubündens und Glarus Trinkwasser beprobt und im Labor analysieren lassen. Elf der 31 hinsichtlich Arsen untersuchten Proben überschritten denn auch den Höchstwert von 10 µg/L. Von den betroffenen Wasserversorgungen ist eine aktuell daran, die mit grossem technischen Aufwand verbundene Entfernung von Arsen voranzutreiben. Vier Wasserversorgungen haben in Zusammenarbeit mit dem ALT das Problem inzwischen pragmatisch lösen können. Fünf weitere Wasserversorgungen mussten indessen ermahnt werden, dem ALT einen Massnahmenplan zur Arsenreduktion vorzulegen.

Das ebenfalls in alpinem Gestein nachweisbare Uran liess sich in fast allen der 31 Trinkwasserproben nachweisen, allerdings stets unter dem Höchstwert von 30 µg/L.

Uran ist im Übrigen auch Ursache für die Entstehung des radioaktiven Gases Radon. Von 85 Trinkwasserproben, die hinsichtlich Radon untersucht wurden, fielen drei auf, deren Messwerte über dem Höchstwert von 100 Bq/L zu liegen kamen. Es wurde die Reduzierung des Radongehaltes verfügt, welche z. B. durch Verwirbelung des Trinkwassers mit Luft erzielt werden kann (Ausgasen).

Vorwiegend menschlichen Ursprungs ist das radioaktive Gas Tritium (überschwerer Wasserstoff), für das ebenfalls ein Höchstwert von 100 Bq/L Trinkwasser festgelegt wurde. In keiner der 42 Wasserproben, die auf Tritium untersucht wurden, konnte dieses Gas nachgewiesen werden.